Rezension: Grand Livre de Cuisine: Die Mediterrane Küche: 3 von Alain Ducasse

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Deshalb beginnen Sie bei Ihren Ducasse-Übungen
am besten mit einem " Eintopf mit Sommergemüse". Es handelt sich um ein traditionelles Gericht der Balearen, bei dem darauf geachtet wird, dass der Geschmack des Gemüses erhalten bleibt.

Der Spitzenkoch Alain Ducasse stellt in diesem umfangreichen Werk die mediterrane Küche vor.

Ducasse wurde vom Michelin als erster und einziger Cuisinier zeitgleich dreimal die Höchstwertung von drei Sternen für seine Kochkunst verliehen: Je drei Sterne für seine Restaurants " Le Plaza Athénée in Paris ", " Alain Ducasse at the Essex House " in New York und " Le Louis XV " in Monaco.

Der hochdekorierte Meister ist einer der größten Köche unserer Zeit. Er hat eine ganz persönliche Handschrift entwickelt, aufbauend auf die Kunst seiner Lehrmeister Guérard, Chapel, Lenotre und Vergé.

Sein Wissen veröffentlicht Ducasse in seinem eigenen Verlag. " Grand Livre de Cuisine - Die mediterrane Küche " ist eines der hochwertigen Bücher aus diesem Verlag. Für die Freunde solcher kulinarischen Lese-Highlights ist das Buch ein Muss.

Gemessen daran, dass einer der besten Köche am Sternenhimmel mit seinem Wissen aufwartet, kann man über den Preis nicht mäkeln.

Die mediterrane Küche zeichnet sich dadurch aus, dass sie immer Grundelemente der Mittelmeerregion aufweist und nachweislich sehr gesund ist. Zu diesen Grundelementen zählen u.a. Olivenöl und Oliven, frisches Gemüse, wie Tomaten, Auberginen, Paprika, Zucchini, Knoblauch , Zwiebeln, Fisch, Meeresfrüchte, Kräuter, wie Thymian, Basilikum, Rosmarin und Oregano, Pasta und Reis.
Ducasse stellt 500 Rezepte aus folgenden Ländern vor: Frankreich, Italien, Spanien, Marokko, Algerien, Tunesien, Algerien, Malta und Monaco.

Die Rezepte untergliedert er in solche für Fisch, Krustentiere und Muscheln, Tintenfische und Schnecken, Kalb, Rind und Schwein, Hase, Kaninchen, Wildschwein, Lamm, Zicklein, Geflügel, Eier und Joghurt, Nudeln, Getreide, Kartoffeln und Nüsse, Hülsenfrüchte und Pilze, Gemüse, Oliven, Salat, Weinblätter, Früchte und Desserts.

Berechnet sind die Rezepte für vier Personen. Die Zutaten sind jeweils übersichtlich aufgeführt. Die Zubereitung ist gut nachvollziehbar erklärt.

Ducasse verdeutlicht sogar wie man die Speisen anrichtet.

Auf entsprechenden Fotos erhält man zudem einen visuellen Eindruck.

Zu Beginn eines Rezepts erfährt man in knappen Worten Wissenswertes über die jeweilige Speise.

Damit Sie einen Eindruck davon gewinnen, welche Gerichte Ducasse hier präsentiert, möchte ich zehn Beispiele geben:

" Bouillabaisse " aus Frankreich/ Provence. Es handelt sich hierbei um eine Fischsuppe, die sehr schnell gegart wird. Man bereitete sie im 18. Jahrhundert schon auf diese Weise zu. Es gibt mehrere Versionen, darunter, die mit Tomaten zubereitet wird und oft als Referenz dient. Ducasse verzichtet auf Tomaten, sie würden letztlich auch das edle Aroma der 10 Safranfäden stören.

" Langostada " aus dem Roussillon ist eine Spezialität an der Cote Vermeille. Hierbei handelt es sich um das obligatorische Festessen für das Fest von Maria Himmelfahrt. Ducasse hat das Gericht leichter gestaltet als man es normalerweise kennt, ohne ihm jedoch seine Authentizität zu nehmen und seinem Geschmack Schaden zuzufügen.

" Langustentopf à la Menorca ", Spanien Balearen. Vermischt werden in diesem Eintopf in der Bouillon Langusten und Gemüse. Das ist eine Spezialität aus Fornells, einem kleinen, geschützt in einer Bucht liegendem Dorf im Norden Menorcas. Ducasse verzichtet auf die Bouillon und bereitet das Gemüse und die Languste getrennt zu.

" Rinderschmorbraten auf Nizza- Art ", Frankreich/ Nizza . Im 17. Jahrhundert tauchten die ersten französischen Rezepte für Schmorbraten auf, allerdings waren sie vor dem 19. Jahrhundert noch nicht an eine bestimmte Gegend gebunden. Seit dem 20. Jahrhundert betrachtet man die Variante aus Nizza als den Schmorbraten " par excellence ". Sein besonderes Aroma erhält das Gericht durch Orangen- und Zitronenschalen sowie durch Tomaten und getrocknete Pilze.

" Kaninchen mit Oliven ", Italien Apulien. Dieses Gericht ist für Ducasse ein Beispiel für die gute bäuerliche Küche Apuliens, wo es ausgezeichnete Oliven gibt.

" Lamm nach der Art der Mauren ", Spanien, östliches Andalusien. Das Rezept stammt aus der Küche Almerias und Cordobas, weist aber auch einen gewissen nordafrikanischen Einfluss auf. Ducasse hat der Speise Gemüse hinzugefügt.

" Couscous mit sieben Gemüsesorten ", Marokko. Dieses Rezept gibt zahlreichen Interpretationen eine Chance, so etwa mit Kalb, Hammel oder auch mit Gemüse. Ducasse hat dem Hammel das Lamm vorgezogen und die Zubereitungsart mit sehr feinen Ingredienzien gewählt.

" Auberginen-Lasagne ", Italien, Kampanien. Das ist ein ein Klassiker der Küche Neapels. Die Aubergine ist ursprünglich die Basis dieses Rezeptes, allerdings kann man diese Lasagne auch in diversen Variationen mit Zucchini zubereiten.

" Orangenmilchreis ", Malta . Zu den Reichtümern Maltas zählen die Orangen. Dort sind sind sie in der Patisserie sehr präsent. Dieses Familienrezept dokumentiert es.

Ducasse wartet in diesem Buch auch mit vielen delikaten Rezepten aus seinem Restaurant " Le Louis XV " auf. Deshalb habe ich als 10. Beispiel ein Dessert aus seinem Lokal in Monaco gewählt.

" Rhabarber mit gekochten und rohen Erdbeeren ". Der Meister bezieht die Erdbeeren für dieses Frühlingsdessert aus Carros in der Nähe von Nizza und den Rhabarber von den provenzalischen Märkten.

Im Anhang des Kochbuchs lernt man eine Fülle von Würzpasten, Grundrezepten, wie etwa " Eingelegte Tomaten" und " Schneckenbutter " sowie viele Teigrezepte kennen.

Ein Glossar hilft bei der Klärung weniger bekannter Begriffe, z.B. Darne, Figatelli oder Rapa.

Die Mengentabellen zum Schluss sorgen für akribisches Arbeiten.

Ein tolles Buch, mit appetitanregenden Fotos von Thomas Duval.




Wichtige Gewürze und Zutaten für mediterrane Speisen, die ich an dieser Stelle empfehlen möchte. Ich verwende diese Produkte in meiner Küche und kann ihre Qualität bezeugen.


















Rezension: Risotto: 120 Rezepte von Oliver Hoffinger u.a.

Wissen Sie wie man ein delikates " Birnen-Gorgonzola-Risotto mit Walnüssen" zubereitet?,

"Risotto " unterscheidet sich von den meisten Kochbüchern dadurch, dass es völlig auf Fotos verzichtet. Ein wenig erinnert es an die handgeschriebenen Rezeptbücher vergangener Zeiten.

Kochinteressierte müssen sich intensiv mit dem Text beschäftigen, denn sie werden allein durch diesen inspiriert. Vorstellungskraft ist gefragt. Wie wunderbar.

Verfasst worden ist das Buch von Oliver Hoffinger, dem Inhaber des mit zwei Hauben ausgezeichneten Restaurants " Kochwerkstatt " und der Ernährungsberaterin Monika Kellermann.

Edle Rezepte beigesteuert haben die Spitzenköche Volker Eisenmann, " Gourmetrestaurant Käfer-Schänke " in München, Sven Elverfeld, " Restaurant Aqua im Hotel The Ritz-Carlton Wolfsburg " in Wolfsburg, Christian Jürgens , " Gourmetrestaurant Überfahrt des Seehotel Überfahrt " in Rottach-Egern, Thomas Kammeier, " Hugos Restaurant im Hotel Intercontinental Berlin " in Berlin , Kolja Kleeberg, " Restaurant VAU " in Berlin und Harald Rüssel, " Landhaus St. Urban " in Naurath/ Wald.

120 Rezepte warten darauf nachgekocht zu werden. Alle sind bestens beschrieben.

Monika Kellermann offeriert in der Einführung eine Vielzahl allgemeiner Informationen zum Thema Reis bzw. Risotto.

Darüber wie der Reis nach Italien gelangt ist gibt es unterschiedliche Theorien. In Venedig bevorzugt man die Version, dass venezianische Handelfahrer den Reis von den Levante-Fahrten mitgebracht haben. Die Entwicklung des gezielten Reisanbaus setzte aber erst im 15. Jahrhundert ein, nachdem die mittelalterlichen Pestepedemien und Hungersnöte weite Teile Europas verwüstet hatten. Die Zisterziensermönche des Klosters Lucedio in der Nähe von Trino Vercellece entdeckten rasch , dass in der wasserreichen Po-Ebene günstige Bedingungen für die Reispflanzen vorlagen und sie dort sehr gut wuchsen.

Im 19. Jahrhundert begann man in der Po-Ebene mit dem Reisanbau im großen Stil, weil sich alsbald abzeichnete, dass im Reishandel ein bedeutendes wirtschaftliches Potential für die nicht gerade reiche Region lag.

Im 20. Jahrhundert war der Reisanbau so weit perfektioniert, dass Italien uneinholbar an der Spitze der europäischen Erzeuger stand.

Der neorealistische Film " Riso amaro " ( Bitterer Reis) von 1949 zeichnet ein unschönes Bild der Bedingungen für die Saisonarbeiter auf den Reisfeldern der Po-Ebene : Die " mondine " standen Tag für Tag zehn bis zwölf Stunden barfuss und gebückt im kalten Wasser des Feldes , setzten Pflanzen und zupften Unkraut. Sie waren nicht nur der sengenden Sonne, den Blutekeln und den Mücken ausgesetzt, sondern häufig auch der Willkür und schlechten Behandlung durch die Vorarbeiter.

Mittlerweile ist der Reisanbau weitgehend mechanisiert.

In Italien wird hauptsächlich Reis der Züchtung " Oryza sativa japonica " angebaut, der beim Kochen einen bissfesten Kern behält. Italienscher Reis wird vom staatlichen Reisinstitut überwacht. Es überprüft regelmäßig die Qualität, den hygienischen Zustand und die Nährstoffzusammensetzungen der verschiedenen Sorten.

Da Reisgerichte unterschiedliche Anforderungen an die Konsistenz und das Kochverhalten der Reisart stellen können, widmen norditalienische Köche der Reisauswahl große Aufmerksamkeit. Sorten mit halbhartem Korn wie Aborio, Carnaroli und Vialone haben große Körner mit einem hohen Stärkeanteil. Sie bleiben feucht und saftig und eignen sich daher besonders für Risotto.

Die Zubereitung von Risotto ist eine Kunst für sich. Kellermann beweist im Rahmen von 2 Varianten, wie man innerhalb von jeweils 6 Schritten problemlos Risotto zubereiten kann.

Im Rezeptteil lernt man zunächst Grundrezepte für Fonds herzustellen. Dann erfolgt die Fülle unterschiedlicher Rezepte, die alle sehr gut erklärt sind. " Risotto mit Gorgonzola " lässt sich einfach zubereiten, simpel auch ist das Herstellen von " Risotto mit Pinienkernen, Ricotta und Petersilie ".

Interessant wird es , wenn die Spitzenköche mit ihren Rezepten aufwarten. Thomas Kammeiers Rezept " Buddhas hauch- geräucherter Risotto mit Sobrassada und Nizza-Oliven " fordert meinen Ehrgeiz heraus. Man muss dieses Rezept erst mal lesen, darüber nachdenken, abermals lesen, einkaufen und sollte dann behutsam zur Tat schreiten.

Überhaupt muss man das Gelesene im Kopf zunächst wirken lassen. Man muss sich vorstellen, was man anschließend kocht. Zutaten zusammenrühren führt in der Regel zu unerquicklichen Ergebnissen.

Der 3 Sterne-Koch Sven Elberfeld stellt sein Rezept " Wolfsbarsch auf Risotto vom Radicchio de Treviso mit Wildkräutersalat " vor. Dieses Rezept ist hochkompliziert und erfordert absolute Konzentration. Ein wohlwollender Tischpartner verleiht gewiss gerne 3 Sterne, auch wenn sie nicht mit denen des Michelin gleichzusetzen sind.

Gefallen hat mir das " Pfahlmuschelrisotto " von Harald Rüssel. Deshalb habe ich es auch am Wochenende nachgekocht. Das Niveau von Rüssels Schöpfung hat meine Kreation sicher nicht gehabt - es war halt ein erster Versuch- aber dieser war erstaunlich delikat. Immerhin. Vielleicht hätte ich die Butter in den Gefrierschrank legen sollen , bevor ich sie in die Sauce montierte, um die Sache perfekt zu gestalten. Meister fallen halt nicht vom Himmel...

Fast hätte ich es vergessen. " Risotto Dolce" kann man auch kennenlernen.

" Bratapfel-Vanille-Risotto mit weißem Zimtschaum" bedarf nicht zwingend einer Vor- und Hauptspeise, oder was meinen Sie?





Dazu passende Empfehlungen:










Rezension: Schokolade von Luzia Ellert

Wir haben die Strapazen nur überlebt, weil wir genug Schokolade dabei hatten."( Roald Amundsen, erster Mensch am Südpol ),

Die Chefredakteurin des Gourmetmagazins " Wienerin Food & Style " Elisabeth Ruckser hat gemeinsam mit dem Spitzenkoch Oliver Hoffinger und der Starfotografin Luzia Ellert das Kochbuch " Schokolade " verfasst, das 156 raffinierte Rezepte enthält.

In der Einführung erfährt man u.a. wie die Mayas und die Azteken dereinst den Kakao zubereitet haben und dass die Azteken, die ab etwa 1200 n. Chr. im Hochtal von Mexiko lebten, die Kakaofrucht " cacahuatl " nannten. Die Spanier leiteten daraus das Wort " chocolatl " ab.

Den Azteken erschien der Kakao so kostbar, dass sie die Kakaobohnen als Zahlungsmittel einsetzten. Der letzte aztekische König Montezuma trank große Mengen des Luxustrunks in goldenen Bechern und gab seinen Kriegern davon zu trinken, weil er zu wissen meinte, dass durch Kakao der Widerstand aufgebaut und die Müdigkeit bekämpft werde.

Die Autorin berichtet in der Folge ausführlich über den Kakaobaum, die Ernte der Früchte und wie aus dem Samen Kakao wird. Sie erklärt gut nachvollziehbar wie sich Aromen bilden und verdeutlicht, dass von den dunklen Bohnen bis zur Kakaomasse die Herstellung von Kakaopulver und Schokolade ein gemeinsamer Prozess ist.

Man erfährt Näheres über den Vorgang des Conchierens, um dann über die verschiedenen Bohnensorten aufgeklärt zu werden. Schokolade ist nicht gleich Schokolade. " Porcelana " heißt die edelste Untersorte der Kakaobohnensorte mit dem Namen " Criollo ". Sie hinterlässt den Eindruck von Butter und Honig auf der Zunge.

Hochwertige Schokolade kann blumige, fruchtige, erdige, rauchige oder nussige Geschmacksnoten haben. Das sollte man sich bewusst machen, wenn man Schokolade in pikanten, scharfen, süßen, cremigen, schaumigen und flüssigen Rezepten verarbeitet.

Elisabeth Ruckser weist dezidiert darauf hin worauf man beim Einkauf, bei der Lagerung und Verarbeitung von Schokolade achten muss.

Die Rezepte sind sehr gut erklärt. Die Zutaten sind jeweils für vier Personen berechnet. Die Zubereitungszeit ist auch aufgeführt. Diverse Rezepte werden mit einem Foto präsentiert, welches das fertige Gericht appetitanregend visualisiert.

Unter den pikanten Rezepten finden sich solche, wie etwa " Calamari mit weißer Schoko-Mandel-Sauce und Petersilienpesto ". Die 30 g weiße Kuvertüre ist eine winzige Beigabe zum Gesamtgericht, die geschmacklich den letzten Kick verleiht.

Bemerkenswert auch ist das " Rinderfilet mit Kakaobohnen-Walnuss-Kruste und Steinpilzen ". Hierbei werden die Bohnen zunächst zerstoßen, mit Butter im Topf zum Schmelzen gebracht, bevor sie mit gehackten Walnüssen und Semmelbröseln verrührt auf das Rinderfilet verteilt werden, um dort während der weiteren Zubereitung eine delikate Kruste zu bilden.

Das edelste pikante Gericht im Buch ist die " Geschmorte Rehkeule mit Rollgerste-Bitterschokoladen-Risotto und Preisbeeren ". Die Ingredienzien sind wirklich perfekt aufeinander abgestimmt. Hier stimmt einfach alles.

Die scharfen Gerichte im Buch haben mir es besonders angetan.

Hervorheben möchte ich die " Maiscremesuppe mit Miesmuscheln und Schokolade ", den " Japanischen Gurkensalat mit Schokolachs " , zu dem frittierte " Wan-Tan-Blätter " passen, aber auch das " Kreolische Landhuhn mit Zimtschokolade ". Diese Speise fällt durch ihre exotischen Aromen auf und verlangt vom Esser geschulte Geschmacksnerven, um diese Köstlichkeit auch wirklich goutieren zu können.

Bei den süßen Gerichten hat mir der " Gewürzapfel mit weißer Schokosauce " am besten gefallen. Es handelt sich um ein winterliches Dessert, wie die meisten der süßen Speisen. Das gilt auch für die " Schoko-Praliné-Tarte " , die man mit Espressosahne und eingelegten Rumfrüchten genießen sollte und bei deren Genuss es verboten ist nach der Anzahl der Kalorien zu fragen.

Unter den cremigen Rezepten findet man u.a. " Steingarnelencreme mit Bitterschokoladen-Chili-Stangerl ", das Festtagsgericht " Rehrückenfilet mit Trüffel-Schoko-Creme " aber auch feine Desserts, wie z.B. " Weiße Schokoladen-Passionsfrucht-Creme ".

Bei schaumigen Gerichten frohlockt der Gaumen bei " Schaum von der Entenleber mit Schokolade und Quitten ". " Espresso-Schokoladenschaum mit Grappa " lässt fast alle Gourmetherzen höher schlagen.

Sehr angetan bin ich von den flüssigen Rezepten. Da die Erdbeerzeit begonnen hat, möchte ich die Zutaten für " Besoffene Schoko-Erdbeeren " verraten: 300 g Erdbeeren, 12 cl Rum, 1 Limette, 4 EL brauner Zucker, 500ml Milch und 100g weiße Schokolade.

Wenn Sie wissen möchten, wie daraus eine Köstlichkeit entsteht, sollten Sie sich das Buch kaufen, denn ich schweige mich über die Zubereitungsart natürlich aus.:-)))






Naschkatzen sind folgende bei Amazon erhältliche Lindtprodukte  bei der Lektüre dieses inspirierenden Buches empfohlen:




















Rezension: Kunstdruck : Horst Janssen

Die blaue Blume der Romantik,

Dies ist m.E. ein sehr schöner Kunstdruck, auf dem Horst Janssens Anemone zu sehen ist. Der Künstler hat bewusst auf grüne Farbtöne verzichtet, weil er den Betrachter unabgelenkt mit dem Sehnsuchtssymbol der Romantik konfronieren wollte: der blauen Blume.

Im Roman "Heinrich von Ofterdingen" erblickt der träumende Held eine blaue Blume, die er mit "unnennbarer Zärtlichkeit" betrachtet und am Ende des auf mehrere Teile geplanten Buchs faktisch in den Händen halten soll.

Allerdings kommt es dazu leider nicht. Novalis starb, bevor er dieses Werk vollenden konnte. Die "Blaue Blume" entfaltet seitdem ihren eigentümlichen Zauber und regt seit vielen Generationen die Fantasie träumerischer Menschen.

Janssen hat die Anemone im Glas mit ähnlicher Zärtlichkeit betrachtet, wie vormals Heinrich von Ofterdingen und die Farbe Blau in unterschiedlichen Schattierungen zum Einsatz gebracht, um seine "Blaue Blume" für die Ewigkeit festzuhalten.

Der hellbraune Holzrahmen harmoniert sehr gut mir der blauen Anemone.

Rezension: Gedichte: Die Lehrlinge zu Sais Dialogen und Monolog

Bald umarmen kann ich dich nun wieder. Sagen , wie dich meine Seele liebt (Novalis),
Novalis, eigentlich Georg Philipp Friedrich von Hardenberg( 1772-1801) gilt als einer der Haupvertreter der Frühromantik.

Sein Werk ist durch die Verschmelzung von Natur, Seele, Poesie und Religion gekennzeichnet. Dies wird in den Texten, Lieder und Gedichten des vorliegenden Buches dem Leser immer wieder vor Augen geführt.

Im Zyklus " Hymen an die Nacht" , sechs sich steigernde Gedichte, wird der Eros ins Mystisch-religiöse erhöht und die Nacht als Reich der Poesie verherrlicht. Die subjektive Todesüberwindung wird gleichgesetzt mit der Auferstehung Christi. Vereinsamung, Todessehnsucht und Wunsch nach jenseitiger Vermählung sind in diesen Gesängen enthalten. Der Tod wird dabei als Wollust betrachtet und Christus als Überwinder des Todes gesehen, als Verkünder einer den Menschen freundlichen Erlösung vom Licht.

Novalis` geistlichen Lieder haben alle einen mystischen Einschlag und sind Zeugnisse eines fromm resignierenden Glaubens.

Im Text " Die Lehrlinge zu Sais" geht es darum, dass unter der Leitung eines weisen Meisters , die sich im Tempel zu Sais aufhaltenden Lehrlinge sich bemühen die Wahrheit über das Wesen der Natur zu finden.

Hauptsächlicher Inhalt des Fragments ist die Vielgestalt von Naturdeutungen. Die Naturentschleierung ist für Novalis offensichtlich mystisch auf einem geheimnisvollen Weg mit vielen Stationen, jedenfalls nicht rational, erreichbar.

Aus seinen vermischten Gedichten habe ich einen Vers gewählt, der den Frühromatiker in ihm offenlegt:
Wir haben uns aus tausenden gefunden-
Wir wandeln einen Weg - Ein Stern ists, der und führt-
Erkennst Du nicht den Wink- ich habe ausgespürt,
Was mein wird- Dir sind noch die Augen zugebunden.
Auch ich seh ihn noch nicht- Geduld! - die Binde fällt-
Indess versöhne Dich die Freundschaft mit der Welt-
geduldige Dein Herz- zu desto tiefern Zuge
Naht Dir die Liebe dann mit ihrem Nectarkruge.


Das ist Novalis, der in einem seiner Gedichte folgende Worte zu Papier bringt:
"Welten bauen genügt nicht dem tiefer dringenden Sinne:
Aber ein liebend Herz sättigt den strebenden Geist."
Überzeugende Worte, nicht wahr?


Empfehlenswert!


Rezension: Kunstdruck "Blauer Mohn" von Manuela Zabel auf Fotopapier

Diese Blüten spiegeln den grenzenlosen Himmel des Himalaja wider.,

Ist das die "Blaue Blume" der Romantik, wonach Heinrich von Ofterdingen suchte? Erst im 19. Jahrhundert wurde sie von Pflanzensammlern in entlegenen Bergdörfern Nepals und Tibets entdeckt und fast scheint es so als würden die zarten Blüten den grenzenlosen Himmel des Himalajas widerspiegeln.

Novalis hat diese Blume nicht kennen können als er 1802 seinen poetisch-phantasitischen Entwicklungsroman "Heinrich von Ofterdingen" schrieb, aber er hat möglicherweise von dieser seltenen Blume bereits geträumt und geahnt, dass sie sehr bald nach Europa gelangen würde. Er hat gewissermaßen gedanklichen Kontakt mir dem "Blauen Scheinmohn" aufgenommen und ihn herbeigesehnt.

Die Kraft, die hinter der Sehnsucht steckt, vermag magisch anzuziehen. Liebende wissen das seit Jahrtausenden.

Eine sehr schöne Darstellung Zabels, die sich auf das Wesentliche konzentriert und durch die Wahl der Farben die Natur mit dem Firmanent gekonnt verbindet.




Rezension: Heinrich von Ofterdingen-Novalis

"Die Liebe ist stumm, nur Poesie kann für sie sprechen..."

Der 1802 verfasste Roman " Heinrich von Ofterdingen" von Novalis blieb ein Fragment. Erzählt wird die Geschichte eines Zwanzigjährigen, der "von Natur zum Dichter geboren" ist. Die Interpretation seiner Reise von Eisenach nach Augsburg als Bildungsgang des Künstlers besorgt der Roman in der Gestalt des Dichters Klingsohr selbst. Heinrich wird von den Kaufleuten nämlich nicht mit den Erfordernissen des Erwerbslebens, sondern mit der Dichtkunst vertraut gemacht.

In Zulima begegnet der Protagonist dem "Land der Poesie", dem "romantischen Morgenland", der Bergmann und der Einsiedler bringen ihm die Natur und Geschichte nahe. In Klingsohr findet er letztlich einen Lehrer, der ihn über das poetische Handwerk aufklärt und in dessen Tochter Mathilde seine Liebe. Die Bildungsmächte, denen der Protagonist auf den diversen Stationen seiner Reise ausgesetzt ist, aber auch die Reflexionen über Erziehung lassen den Schluss zu, dass "Ofterdingen" als ein Bildungsroman zu lesen ist. Unberücksicht bleibt hierbei freilich, dass alle Erfahrungen Heinrichs im Bereich des Außergewöhnlichen und Exotischen angesiedelt und jeder Alltagswirklichkeit enthoben sind.

Was immer der Protagonist auf seiner Reise in Erfahrung gebracht hat, es stürzt ihn nicht in Konflikte oder Enttäuschungen. Sogar über den Tod der Geliebten helfen ihm himmlisch Tröstungen hinweg. Der Grund weshalb Ofterdingen allen Konflikten mit der Außenwelt entgeht besteht darin, dass diese nur eine Projektion seines Innenlebens verkörpern. An den Landschaften, die Novalis beschreibt, bemerkt man ihre geringe Anschaulichkeit. Täler, Bäche, Mühlen, Schlösser besitzen keine Individualität. Sie interessieren bloß in ihrem Verweischarakter auf die psychische Verfassung des Helden.

Die Entwicklung Heinrichs zum Dichter ist nicht die Folge einer Auseinandersetzung mit der Realität, sondern man muss sie vielmehr als Selbstentfaltung der Innerlichkeit des Protagonisten begreifen. Novalis konnte diesen Roman nicht vollenden. Einzelne Notizen lassen jedoch erkennen, wie er sich die Fortsetzung möglicherweise gedacht hat: die Erlösung der Welt durch Poesie. Als Symbol des Glücks hat Novalis übrigens die blaue Blume in den Roman eingefügt.

Das in den Roman eingefügte " Klingsohr-Märchen" zeigt eine schöne harmonische Welt, die jegliche Beziehung zur Realität verloren hat. Die Romantisierung der Welt, die sich in diesem Roman ereignet, führt mit dem Verschwinden konkreter Lebenswirklichkeit, zur Einführung von Träumen, phantastischen Bildern und Märchen in den Roman und machen das Buch auf diese Weise zu etwas ganz Besonderem. Der ästhetische Reiz seiner lyrischen Prosa beeindruckt schon sehr.

Rezension: Kalte Platten, Snack und Fingerfood

Das Auge isst immer mit.,

Ulrike Goetz-Berg wartet in diesem reich bebilderten Buch mit kalten Platten, Snacks und Fingerfood auf. Gleich am Anfang erfährt man welche Arbeitswerkzeuge notwendig sind, um all die appetitlichen Happen herzustellen.Thematisiert wird der Verwendungszweck von Röllchenzieher, Kanneliermesser, Zestenzieher, Melonenkugler, des ovale Gemüsebohrer, des Julienschneider, des Fleischmessers, des kleine Käsemessers, des Garniermessers, des Sparschälers, der Schere, des Eierschneiders,des Radieschenschneiders, des Eiskugelportionieres , diverse Ausstechformen und nicht zuletzt des Spritzbeutels.  
In der Folge werden mittels Fotos und Texten diverse Techniken erklärt, wie man aus Schinkenscheiben Röllchen gestaltet, Schinken faltet, auch umschlägt oder ihm eine spitze Gestalt verleiht. Man lernt Käse und Schinken ähren- oder rautenförmig zu schneiden, aus Weichkäse Törtchen zu fertigen und Salamischeiben in Tütchen zu verwandeln. Es ist keineswegs schwierig Tomatenrosen zu kreieren oder Apfelfedern und Rettichspiralen herzustellen, wenn man erst mal weiß, was handwerklich zu tun ist. 
Die Autorin hat ihre Kreationen untergliedert in: Antipasti, Vorspeisen, Häppchen und Mehr; Fleisch, Wurst und Co; Minibüffetts und Löffelbüffets; Alles aus See Fluss und Meer; Käse, Käse, Käse; Leckeres mit Brot sowie süßes Finale.  
Die Vorschläge sind jeweils für 8-10 Gäste, mitunter aber auch bloß für 6-8 Gäste gedacht. Mir gefällt, dass man jeweils eine sehr gute visuelle Vorstellung von dem erhält, was textlich näher erklärt wird. Bei den Antipasti haben mich die "Tomaten- Mozzarella- Gläschen" am meisten überzeugt, nicht nur, weil diese hübsch garnierten Gläser ein wirklicher Hingucker sind, sondern auch wegen des optimalen Basilikumaromas. 
Die Fleisch-, Wurst- und Co- Plattenvorschläge sind alle wohldurchdacht und überzeugen in ihrer Optik , aber auch was die verwendeten Produkte anbelangt. Bemerkenswert finde ich auch die Grillideen. Aufgelistet sind wie bei allen anderen Vorschlägen die Grundmaterialien und die Garnitur, bevor die Arbeitsschritte genau erklärt werden. 
Sehr ansprechend sind die vielen Minibüfettvorschläge aber auch die Rezepte für die Löffelfood-Bar, die auf jedem Büfett ein absoluter Blickfang darstellt. Alles andere als unkompliziert erscheint mir die Zubereitung der Sushiplatte, dies freilich weiß die Autorin und empfiehlt nicht grundlos wegen des beträchtlichen Zeitaufwandes Sushis fertig zu kaufen und sie auf Platten nur schön anzurichten. 
Die Käseplatten sind allesamt sehr schön gestaltet, besonders edel finde ich die Käse-Petits-Fours", die man ohne großen Aufwand zubereiten kann. Ebenso leicht lassen sich filigrane Kanapees anfertigen. Sie sind die ideale Begleitung zu einem Sektempfang.  
Die Dessertvorschläge zeugen von Einfallsreichtum. Der "Weisse-Schokolade- Beeren-Shot" ist ein wahrlich gelungener Abschluss bei einem "Kalten Büfett".
Lobend erwähnen möchte ich die gute Darstellung der Küchenkräuter auf den letzten Seiten des Buches und die Hinweise für den jeweiligen Verwendungszweck, nicht zuletzt beim Dekorieren. Die Blüten der Kapuzinerkresse kann man ebenso essen wie Rosen und Orchideen. Dies allerdings gilt freilich nicht für die mitgebrachten Blumen der Gäste.:-))




Rezension: Der Prozess-Kafka

Gegenstand dieses Romans ist nicht eine objektivierbare gesellschaftliche oder psychologische Realität. Stattdessen stellt Kafka die Bemühungen des Angeklagten Josef K. dar, durch immer neue Deutungen und Verstehenshandlungen das sich ihm entziehende Gericht dingfest zu machen und den Sinn des gegen ihn durchgeführten Verfahrens zu begreifen. Besagte Unternehmungen sind allerdings stets bloß subjektive Interpretationen und kommen von daher niemals an ihr Ziel, wie die in den Roman eingefügte und in ihm selbst wieder ausgelegte Legende " Vor dem Gesetz" andeutet. In ihr wird die Welt, jüdischen Traditionen folgend, als Schrift verstanden, in deren Sinn auch die vielfältigen Deutungen nicht einzudringen vermögen.

Obschon die Realität der Ämter, Kanzleien und Gerichtshöfe im Roman als unfassbar dargestellt werden, ist sie dennoch für den mit ihr Befassten tödlich. Erst die nahtlose und durch unzählige realistische Details beglaubigte Zusammenfügung der subjektiven Auslegung K.s mit dem Tode führenden Funktionieren des Gerichts verleiht dem Text seine schreckliche Folgerichtigkeit und verstörende Wirkung. Durch sie werden die gesellschaftlichen Zwänge und bürokratischen Systeme, die für die Freiheit des einzelnen tödlich sind, als aus den Zwangsvorstellungen der Individuen geboren entlarvt.
Das Paradox, dass sie sich als falscher Schein erweisen, zugleich jedoch in ihrer mörderischen Effektivität bestätigt werden, überträgt die Polarität von Hinfälligkeit und Übermacht in den Vaterfiguren der ersten Erzählungen Kafkas auf eine geselschaftliche Ebene und sichert auf diese Weise dem zentralen Motiv Kafkaschen Schreibens seine Allgemeingültigkeit.

Es geht in diesem Roman letzlich um die Selbstbefreiung des Dichters von seinem stark entwickelten Schuldgefühl.










Rezension: Graves Lavender Hugs Kunstdruck Lavendel

Ein hübsches Bild für das Badezimmer.,


Dieser hochwertige Kunstdruck eignet sich bestens als dekoratives Accessoire im Badezimmer. Er sollte unter Glas hängen, nach Möglichkeit in einem lavendelfarbenen oder aber weißen Kunststoffrahmen, damit ihm die Feuchtigkeit nichts anhaben kann.

Besonders gut kommt das Bild in einem weißen Badezimmer zur Geltung, das durch salbeifarbene Handtücher und eine entsprechende Badematte, viel Ruhe auszustrahlen in der Lage ist.

Lavendel assoziert man nicht grundlos mit Frische. Wer beim Baden entsprechende Essenzen Weleda Lavendel Geschenkset 1 ST nutzt, wird sehr schnell merken, wie gut es ihm hinterher geht.

Hängen Sie das Bild so auf, dass Sie es von der Wanne aus sehen können. Hören Sie im Wasser französische Chansons La Legende de la Chanson-Walle und schon fühlen Sie sich in der Provence angekommen, wo der Lavendel, den Sie auf dem Bild sehen können, seinen intensiven Duft verströmt.

Das von Amazon angebotene  Lavendel-Duftkissen harmoniert  bestens mit dem Kunstdruck und könnte als ein weiteres schönes Accessoire im Raum dekorativ eingesetzt werden.















Rezension: Provence: Küche , Land und Leute

Der Duft von Thymian, Lavendel und Mimosen!,

In dem, in der Provence gelegenen Ort " Les Baux " befand sich im Mittelalter ein sehr bekannter " Cour d'amour " ( Minnehof ). Insbesondere Berengere des Baux förderte die Troubadoure und wurde von ihnen immer und immer wieder anerkennend besungen. Die Bemühungen der trällernden Courmacher verursachten bei dem Gatten der Angeschmachteten solch eine Woge wildester Eifersucht, dass er das Herz eines dieser Minnesänger aus dessen Brust herausriss und es Berengere als Mahlzeit besonderer Art vorsetzen ließ.....

Zu Ihrer Beruhigung, um Troubadour-Herzen geht es bei den kulinarischen Betrachtungen des Autorenteams in diesem Buch nicht! Stattdessen ist von Artischocken, Oliven, Herbes de Provence, Zuchchiniblüten und Knoblauch die Rede, aus denen sich wohlschmeckendes " Ratatouille " oder " Fleur de Curgette Farcies" und vieles mehr zubereiten lässt. Die Rezepte für diese und andere Speisen finden Sie in dem vorliegenden, wirklich gelungenen Bildband, in welchem man sich facettenreich mit der berühmten Lavendel- Region Frankreichs befasst hat.

Schon die Römer waren in den Städten Arles, Orange und Nimes ansässig. Ihre architektonischen Kunstwerke können noch heute besichtigt werden und gelten als vielbesuchte touristische Highlights. Auch Kreuzfahrer, Pilger und , wie schon erwähnt, die Minnesänger hielten sich einst in der vorgestellten Gegend auf. Sogar einige Päpste residierten hier im Süden. Ihr imposanter Palast in Avignon dokumentiert bis ins Jetzt die einstige Machtposition jener geschichtsträchtigen, provenzalischen Stadt.

Über die Weine der " Cote de Provence" erfährt man Essentielles, so auch , welcher der Weine zu Fischen, Krusten- und Schalentiere mundet. Zur " Daube " ( provenzalisches Schmorfleisch ) oder zu Lammgerichten jedoch eignet sich wohl eher ein Chateauneuf- du - Pape, wenn man bei der Auswahl des Weines in der hier beschriebenen Region bleiben möchte.

Die Fischer der Cote d'Azur ziehen - gottlob - noch den ein oder anderen Fisch aus dem Meer und so hat man an der Küste Gelegenheit diverse landesspezifische Fischgerichte zu kosten. In den Hafenlokalen von Marseille ist die " Bouillabaise " ein Muss! Unverzeihlich ist es , wenn man sich in den Marktrestaurants von Nizza keinen " Salat Nicoice " gönnt. Es wäre ein Fehler den Heimatort der Parfümiers - Grasse - nicht aufzusuchen, weil einem dann nämlich die besonderen Gerüche, Düfte und Aromen dieser Stadt entgehen würden. Folgt man dem Rat der Autoren sollte man aber auch Aix bereisen und Gordes ebenfalls! Ein Tip von mir: Wenn Sie Sinn für das Schöne haben, dann besuchen Sie " St. Paul de Vence " . Schlendern Sie durch den Ort, befassen Sie sich mit der dortig ausgestellten Kunst, besuchen Sie eventuell das Grab Chagalls. Er war der Meister der blauen Farbe! Beobachten Sie aufmerksam das Azur des Himmels über St. Paul, vielleicht bei einem Glas Rouge vor dem "Cafe de la Place ".... und plötzlich wird Ihnen klar , weshalb sich die Künstler genau hier aufgehalten haben und es heute noch immer tun !

Sollten Sie es geschafft haben - rechtzeitig - einen Platz im "Colombe d`Or" reserviert zu haben, dann bestellen Sie sich dort " Le Carre d`Agneau de Sisteron avec sa garniture de legume " oder etwas Drittes , trinken eine Flasche " Chateau Minuty " dazu und beten , dass dieser Tag niemals zu Ende gehen möge. Wird Ihr Gebet nicht erhört, dann trösten Sie sich hinterher zu Hause mit diesem schönen, informativen Buch von Martina Meuth und Bernd Neuner- Duttenhöfer! Viel Freude damit! Es warten eine Menge brauchbarer Rezepte auf Sie, die Sie ganz sicher zu ungeahntem, kreativem Tun bewegen werden!























Rezension: Culina Asia -Kochbuch

Wer die asiatische Küche schätzt, sollte sich dieses rund 800 Seiten umfassende, reich bebilderte Kochbuch nicht entgehen lassen.

400 Rezepte und circa 1500 perfekte Fotografien warten darauf den Leser kulinarisch mit Thailand, Indien und China vertraut zu machen.

Die Basis der Thai-Küche ist uralt. Sie wurde Jahrhunderte lang in der " königlichen Hofküche " überliefert, allerdings durch viele Einflüsse von außen ergänzt. Es waren die kulinarischen Ideen von Malaysia, Laos, Kambodscha und Vietnam, die über die durchlässigen Grenzen nach Thailand vordrangen, der wichtigste Beitrag allerdings kam über Europa aus Südamerika. Die Portugiesen waren es, die den aus Südamerika stammenden Chili nach Thailand brachten. Chili wurde zum Erkennungszeichen der dortigen traditionellen Küche.

Sieht man mal von Snacks wie Nudeln, Salat aus grüner Papaya oder einer ganzen Portion Curry auf Reis ab, ist das Essen in Thailand meist zum Teilen gedacht. Alle Portionen, die auf Platten serviert werden, sind mindestens für zwei Personen vorgesehen.

Wichtig zu wissen ist, dass man in Thailand mit Löffel und der Gabel speist. Die Gabel wird dazu genutzt das Essen auf den Löffel zu schieben.

In der Einleitung zur thailändischen Küche erfährt man Näheres über die Speisen im Nordosten, im Norden, in Zentralthailand und in Bangkok sowie über Speisen im Süden des Landes. Während man im Norden gebratene Frösche und Insekten genießt, bevorzugt man im Süden Meeresfrüchte und Fisch.

Informiert wird man ausgiebig über das Phänomen der Straßenstände. Dort kann man fast jedes Gericht der Thai-Küche kaufen- mit Ausnahme der königlichen Küche.

Man erfährt, wo man die Straßenhändler findet und wird in diesem Zusammenhang über typisches Thai-Essen an den Straßenständen aufgeklärt.

Obst ist ein weiteres Thema. In Thailand zählt die Auswahl tropischer Früchte selbstverständlich zum Alltag. Obst gibt es bereits zum Frühstück, als Nachtisch und Imbiss. Allein auf 20 Sorten Bananen kann man zurückgreifen. Sie alle werden in der Küche dort verwendet.

Fisch und Meeresfrüchte sind wichtige Bestandteile der Thaiküche. Ihre Bedeutung soll nur von Reis übertroffen werden. Garnelenpaste und Fischsauce gehören als Würzmittel zu fast jedem Gericht.

Bestens unterrichtet wird man über die Gewürze der Thai-Küche, die Chilis den frischen Koriander, die Limettenblätter, das Thai-Basilikum, das Zitronengras und vieles andere mehr.

Reis und Süßigkeiten werden auch allgemein näher erörtert. Mit diesem Wissen kann man sich dann in die Rezepte vertiefen. Bei den Thaigerichten handelt es sich um Rezepte für: Snacks und kleine Imbisse, Suppen, Salate, Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch und Geflügel, Currys, Pfannengerührtes, Nudeln und Reis, Gemüse, Desserts und Grundlagen.

Alle Gerichte sind sehr gut gegliedert und ausgezeichnet erklärt. Anhand von Fotos kann man sich ein Bild vom jeweiligen Kochergebnis machen.

Hervorheben möchte ich u.a. ein festliches Gericht, das traditionell zu Neujahr oder bei Hochzeiten serviert wird, aber auch bei einem Besuch im Tempel für die Mönche mitgenommen wird: " Schwiegersohn-Eier " sind ein Snack, der durch das Frittieren eine besondere Struktur erhält.

Unter den vielen delikaten Suppengerichten gefällt mir die " Scharf-Saure Garnelensuppe " am besten. Sie ist vermutlich das bekannteste Thai-Gericht überhaupt. Lecker ist auch die " Scharf-Saure Suppe mit Meeresfrüchten ". Die Brühe wird durch Currypaste weniger klar als mit getrockneten Chilis, mundet aber noch besser.

Wirklich exotisch ist der " Hühnersalat mit Bananenblüte ", besonders wohl schmeckend, und ebenfalls exotisch kommt der " Krebssalat mit grüner Mango " daher.

Exzellent auch sind die Fischgerichte. Hier hat mich " Fisch mit Chili und Anis-Basilikum " am meisten überzeugt.

Die Thai-Currys - ich sage es schon jetzt- ziehe ich den indischen Currys im Buch vor, nicht zuletzt weil sie mir geschmacklich, aber auch farblich mehr entgegen kommen. " Dschungel-Curry mit Garnelen " wird vor allem auf dem Land in Nordthailand gerne gekocht. Es ist ein sehr scharfes Gericht. Mit umwerfend aromatischen Ingredienzien. Lecker auch schmeckt " Massam-Curry mit Rind " . Dieses Gericht ist nicht allzu scharf. Der säuerliche Geschmack ist auf die Tamarinde zurückzuführen. Leider muss ich mich sehr zurückhalten beim Erwähnen der vielen Gerichte, obschon die Rubrik Pfannengerührtes auch viele lobenswerte Rezepte parat hat. Ob nun " Pfannengerührte Knoblauchgarnelen ", " Schweinfleisch mit Spargelbohnen " oder " Huhn in Chiligelee ", alle Speisen sind ein Hochgenuss.

Aber auch alle weiteren Gerichte sind es Wert, dass man sich näher mit ihnen befasst.

Gefallen haben mir die Infos zu den Grundlagen der Thaiküche zum Schluss. Die Curry-Pasten und -Saucen werde ich zukünftig selbst herstellen. Auch das "Gurkenrelish" werde ich demnächst nicht mehr fertig kaufen.

Der zweite Teil des Buches befasst sich ausgiebig mit der indischen Küche. Auch hier werden die Einflüsse verdeutlicht, die Küchentradition gut erläutert und bestens dargestellt, wie man in Indien speist. Das Essen im Norden, in Zentralindien und im Süden wird fokussiert und auch hier wird Näheres zu Straßenständen, den typischen Gewürzen, dem Brot, aber auch zur Teeherstellung kundgetan. Die Teeanbaugebiete in Indien werden in diesem Zusammenhang benannt und die Teesorten, wie etwa der Darjeeling werden näher beschrieben.

Die indischen Gerichte sind untergliedert in : Snacks, Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel und Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Reis und Getreide, Brot, Beilagen, Süßes und Getränke, sowie Grundlagen.

Hervorheben möchte ich " Mollee " , ein cremiges Fischgericht, das in Kerkala an der indischen Westküste beliebt ist, auch " Fisch auf Bombay-Art ", verschiedene Geflügel und Fleischgerichte, wie etwa " Murgh Masala " , ein mildes Gericht aus Nordindien, dem durch die Kombination von Tomaten, Ingwer und Gewürzen , sowie Joghurt der feine Geschmack verliehen wird. Delikat auch ist das " Parsi- Huhn mit Aprikosen ". Durch Essig erhält das Gericht säuerliche Noten . " Tandoori-Huhn " kann zuhause nicht wie in Indien schmecken, weil man in der Regel keinen Lehmofen hat. Dennoch ist es im Backofen zubereitet auch sehr lecker. Erwähnenswert sind bei den indischen Gerichten die Rezepte mit Hülsenfrüchten, insbesondere die Linsensuppen und die wunderbaren Beilagen, wie etwa " Auberginen-Sambal ", " Ananas-Chutney ", " Tamarinden-Rosinen-Chutney " , aber auch " Minz-Koriander- Chutney ", das praktisch zu jedem indischen Gericht serviert werden kann.
Im dritten Teil des Buchs, das der chinesischen Küche gewidmet ist, wird man zunächst über die dortigen Garmethoden, die Essgewohnheiten, das Festessen und die Heilkräfte der Nahrung aufgeklärt.

Untergliedert ist die chinesische Küche in die des Nordens, Ostens, des Westens und des Südens.

Im Rahmen der kulinarischen Reisen durch China erfährt man Näheres über Teehäuser und die " Dim-Sum -Traditionen ". Bankette in China werden thematisiert. Auch liest man Einiges über die Pekingente, bei der die knusprige Haut entscheidend ist.

Sojabohnen und die daraus zubereiteten Produkte wie Sojasauce und Tofu lernt man näher kennen. Ferner wird man über chinesischen Tee aufgeklärt.



Die Rezepte sind untergliedert in: Vorspeisen und Snacks, Suppen, Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel, Fleisch, Tofu, Gemüse, Reis und Nudeln, Desserts und Grundrezepte.

Hervorheben möchte ich: " Fisch-Koriander-Suppe ", " Jakobsmuscheln mit grünem Gemüse " .

Es handelt sich hierbei um ein Musterbeispiel für Frische und delikate Gewürze, die den Ruf der kantonesischen Küche begründen. Oberlecker schmecken die " Chili-Krabben " , aber auch die " Garnelen auf Sichuan-Art ", die " Fischfilets süßsauer ", aber auch die " Seezunge mit Pilzen und Reiswein ". Die Süß-sauer- Noten in der chinesischen Küche haben mir es besonders angetan. Viele der im Buch enthaltenen chinesischen Fleischgerichte sind so angelegt.

Für den " Mongolischen Feuertopf " verwendet man Lamm- oder Rindfleisch. Sehr lecker ist die " Rinderpfanne mit Frühlingszwiebeln ", aber auch das " Mongolische Lammfleisch ".

Weltweit bekannt sind die Knuspernudeln mit Rind und Zuckerschoten aus Kanton, aber auch die " Wan-Tan-Suppe ", die gar nicht so kompliziert in der Herstellung ist als ich dachte.

Natürlich gibt es auch ein sehr feines Enten-Gericht," Marinierte Shanghai-Ente ", wobei mir bei den chinesischen Rezepten die Gemüserezepte am meisten zusagen.

Nicht nur Vegetarier werden hocherfreut sein über Gerichte, wie " Scharf-saurer-Chinakohl " , " Pfannengerührtes Paksoi " oder " Buddhas Entzücken ".

Das Originalrezept dieses bekannten vegetarischen Gerichtes sieht 18 verschiedene Zutaten vor. Diese repräsentieren die 18 Buddhas. Üblich sind heute zwischen 6- 8 Zutaten.

Der Anhang dieses Wunderwerks enthält ein mehrseitiges Glossar, das alle Unklarheiten begrifflicher Art beseitigt.

Ein tolles Buch, mit einem sagenhaften Preis-Leistungs-Verhältnis.

Rezension: Denken mit Goethe

" Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand, und wie wäre der möglich ohne Liebe? ( Goethe), 9. März 2009


" Denken mit Johann Wolfgang von Goethe " um fasst ein Vielzahl von Gedanken und Aussprüchen des Dichters zum Thema: Welt, Leben, Menschen, Erziehung, Frauen, Liebe, Glück, Charakter, Kunst, Poesie, Geschichte und Philosophie.

Wer hofft, aufgrund dieser Sentenzen Goethe vollständig kennenzulernen zu können, erwartet zu viel. Man lernt Goethe übrigens auch dann nicht vollständig kennen, wenn man all seine Werke gelesen hat. Soviel nur.

Dennoch ist es lohnenswert sich in das Büchlein zu vertiefen, denn Goethe besaß einen besonders tiefen Blick und breitgefächerte Erkenntnisse, die ihn zu einem klugen Mann werden ließen, auch wenn er bis ins hohe Alte spielte, primär mit Worten spielte.

Vielleicht darf man nicht aufhören zu spielen, um klug zu werden und vielleicht übt man sich am besten in Herzensbildung, wenn man mit anderen fair spielt.

Wer spielt öffnet sich nicht nur gegenüber der Kreativität, sondern zeigt auch Bereitschaft zu lernen. Lernen ist die Grundvoraussetzung um klug zu werden.

Goethe bekämpfte seine Höhenangst damit, dass er als Student trotzdem immer wieder das Straßburger Münster emporstieg. Die Therapie, die er sich verordnet hatte, funktionierte. Offenbar war Goethe davon überzeugt , dass man die Psyche generell überlisten kann, denn er schreibt:" Seelenleiden, in die wir durch Unglück oder eigene Fehler geraten, sie zu heilen, vermag der Verstand nichts, die Vernunft wenig, die Zeit viel, entschlossene Tätigkeit hingegen alles. " Prof. Holm-Hadulla, dessen Psychobiographie über Goethe ich gerade gelesen und rezensiert habe, dokumentiert in seiner Analyse, dass diese Vorgehensweise Goethes Werke hervorgebracht haben. Die Leiden an Lotte überwandt er beispielweise durch sein entschlossenes Schaffen am " Werther ".

Goethe bekam fast alle seine Seelenleiden auf diese Weise in den Griff. Er kannte sich und wusste wie er vorgehen muss. Psychotherapeuten hätten kein Geld an ihm verdient. Er therapierte sich selbst.

Gestern habe ich die jetzt folgende Sentenz in die Kopfzeile der Rezension zur Psychobiographie über Goethe gewählt: " Die reinste Freude, die man an einer geliebten Person finden kann, ist die, zu sehen, dass sie andere erfreut." Dieser Satz dokumentiert Herzensbildung. Hier zeigt sich ein Mensch, der frei von Eifersucht, Besitzgebaren etc. zu sein scheint. Hier zeigt sich ein Mensch, der begreift, dass das Schönste, was Menschen sich schenken können, Freude ist, ausgelöst vielleicht durch ein Lächeln, ein liebes Wort, eine bejahende Geste.

Goethe weiß: " Unter allen Besitzungen auf Erden ist ein eigen Herz die kostbarste, und unter Tausenden haben sie kaum zwei."

Wir sollten uns alle bemühen, dass aus den zweien viele werden.

Hervorheben möchte ich noch folgenden Gedanken: " Die wahre Poesie kündigt sich dadurch an, dass sie, als ein weltliches Evangelium, durch innere Heiterkeit, durch äußeres Behagen, uns von den irdischen Lasten zu befreien weiß, die auf uns drücken. Wie ein Luftballon hebt sie uns mit dem Ballast, der uns anhängt, in höhere Regionen und lässt die verwirrten Irrgänge der Erde in Vogelperspektive vor uns entwickelt da liegen. Die muntersten wie die ernsteren Werke haben den gleichen Zweck, durch eine glückliche geistreiche Darstellung so Lust als Schmerz zu mäßigen. "
Aber lesen Sie bitte selbst....










Rezension: Kunstdruck TULIPA ANTICA - Bild Tulpen Mediterran

Edle Tulpen,

Dieser sehr schöne, hochwertige Kunstdruck (117x98) wird diejenigen begeistern, die dezente Blumenmotive auf Bildern zu schätzen wissen. Der Kunstdruck passt in eine modern eingerichtete Wohnung, ideal zu dunklen, lackierten Möbeln. Dabei verträgt er einen etwas breiteren Rahmen. Am schönsten sieht er in einem matt-goldenen Metallrahmen aus, der ohne Schnörkel, ganz schlicht in der Linienführung sein sollte.

Der leichte Gelbton im Hindergrund korrespondiert sehr gut mit ähnlich farbenen langen, fließenden Vorhängen. Gut beraten ist man, wenn man das Rot der Tulpe in einigen wenigen anderen Accessoires im Raum wiederfindet. Das kann ungemein belebend wirken, sofern man diese lebensbejahende Farbe wohldosiert zum Einsatz bringt.

Mir gefällt das Motiv auch deshalb, weil es der Tulpe ihre alte Kostbarkeit zurückgegeben hat, die sie durch den Treibhausboom in den letzten Jahrzehnten leider einbüßen musste.




Rezensionen:Kunstdruck -Franz Heigl, Delicate 50 x 70 cm

Eine gelungene Farbkomposition.

Dieser Kunstdruck zeigt eine Graphik von Franz Heigl. Der Olivenzweig und die Lichtreflexe suggerieren, dass das Motiv in mediterranen Gefilden bildlich eingefangen wurde.

Die Blau-Grau- Rosé- und Weißtöne vermitteln Ruhe und Sachlichkeit. Wer ein solches Bild im Büro aufhängt, sollte einen weißen oder einen mattsilbernen Rahmen dafür aussuchen. Man kann allerdings auch einen matten goldenen Rahmen ins Auge fassen, sofern dieser eine klare Linienführung besitzt.

Das Spannungsverhältnis, das durch die goldenen Farbe der Bildumrandung und der zurückhaltenenden Darstellung der Symbole des Sommers tief im Süden entsteht, verleiht diesem Wohnungsaccessoire einen Reiz, der nur wohldosierte andere Reize neben sich duldet.

Der Kunstdruck korrepondiert am besten mit einem Olivenbaum und vermag auf diese Weise, das Entree im Haus zauberhaft zu gestalten.

Rezension: Kunstdruck: Eurographics FH2017 Franz Heigl, Atmospheric 50 x 70 cm,

Blaue Blumen, irgendwo im Süden.

Dieser hochwertige Kunstdruck (50 x 70) zeigt ein farblich sehr schön gestaltetes Kunstwerk von Franz Heigl. Die dezenten Blau- und Grüntöne verleihen dem Bild sachliche Kühle, die es möglich macht, es auch im Büro aufzuhängen, sofern dieser Arbeitsraum mit weißen Möbeln eingerichtet ist.

Das Motiv zeigt Schwertlilien, und Blätter des aus den Tropen stammenden Fensterblattes, sowie eine Limone, in der sich mediterranes Licht zu spiegeln scheint. Das gesamte Bild erweckt den Eindruck als ob es die Sonne des Südens in sich aufgenommen habe.

Puristen empfehle ich das Bild mattsilber zu rahmen. Ich selbst ziehe den Blauton der Schwertlinien vor, aber nur dann, wenn man sich bei den Möbeln und Wänden im Raum für die Farbe Weiß entschieden hat.

Sofern im Raum die auf dem Bild zu sehende Grünpflanze als Solitär einen schönen Platz gefunden hat und eine einfache Glas-Schale mit Limonen dekorativ eine Stellfläche ziert, ist der Raumeindruck perfekt.

Rezension: Kunstdruck - Franz Heigl- Mohn

Erinnerungen an einen schönen Sommer

Der hochwertige Kunstdruck 60 x 80 cm zeigt ein Gemälde des Künstlers Franz Heigl. Dem Mohn in der Glasvase wurden die leuchtenden Rot-Segmente genommen, auch das Grün der Blüten-Knospen wurde vom Künstler verfremdet.

Diese künstlerische Freiheit bewirkt, dass das Bild sehr edel erscheint und damit gut in minimalistisch eingerichtete Räume passt, die aufgrund ihrer Schlichtheit an Eleganz gewinnen und zwar selbst dann, wenn die Möbel nicht kostbar sind.

Am besten passt zu diesem Kunstdruck ein matt-stahlgrauer Metallrahmen. Wenn die Raum in kühlem Blaugrau, Grüntönen (beispielsweise in fließenden, langen Vorhängen) und warmen, neutralen Steinfarben konzipiert ist und einige wenige kieselgraue oder trübweiße Möbel für moderne Gestaltung sorgen, kann das Bild von Franz Heigl als perfekt gesetzter Farbtupfer voll zu Geltung kommen und dem Raum sommerliches Flair verleihen.




Rezension:Auch das geht vorbei: Das Mantra der Gelassenheit von Michael Korth

" Bedenke, dass Du sterblich bist" ( Mönchsweisheit aus dem Mittelalter),
Michael Korth zeigt seinen Lesern wie man zur inneren Balance gelangen kann und wie man es mittels 99 kleiner Schritte schafft entspannter und gelassener zu werden.

Zunächst befasst der Autor sich mit den drei Hauptsäulen der Gelassenheit-Philosophie, dem klaren Denken, dem einsichtigen Willen und dem vernünftigen, zielgerichteten Handeln.

Gleich zu Beginn macht Korth deutlich, dass die überall gepredigten Werte wie Erfolg um jeden Preis, hemmungslose Gier nach mehr oder das gnadenlose Übertrumpfenwollen seiner Mitmenschen einen neuen Typ des Egoisten schaffen.

Die Folgen dieser Verhaltensmuster sind Dauerstress,einhergehend mit Melancholie, Niedergeschlagenheit, Arterienverkalkung, Asthma, Fettsucht, Herzerkrankungen, Gedächtnisverlust oder Diabetes.

Glückliche Menschen, die es schaffen ihre Wünsche auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren, sind auf dem Weg der inneren Ruhe.

Der Autor zieht Philosophen wie Epiktet und andere Stoiker heran, um klar zu machen, wie man inneren Frieden erreichen kann.

Böses Blut kann durch großherzige Gelassenheit vermieden werden.

Die Übereinstimmung mit sich selbst ist es, worauf es ankommt. Bereits am Blick eines Menschen kann man erkennen, ob er in Übereinstimmung mit sich selbst lebt.

Aus dem Gleichgewicht werden Menschen gebracht durch: Erfolgsgier, Ehrgeiz, Zerstörungswillen oder Boshaftigkeit.

Sittliches Handeln ist im Grunde nichts anderes als richtig verstandene Selbsterhaltung und Selbstbehauptung.

Kortes empfiehlt "sich frei zu atmen", sich an Schönem zu erfreuen, sich die Sorgen von der Seele zu schreiben, Mut machende Selbstgespräche zu führen, zu sich selbst Distanz zu schaffen, nicht alles zu schwarz zu sehen etc., bevor er die bereits erwähnten 99 Wege aufzuzeigt.

99 Sentenzen von Philosophen, Dichtern und Denkern werden textlich sehr gut reflektiert. Dadurch wird verdeutlicht wie viel Lebensklugheit in den Zitaten tatsächlich steckt.

Einer der wichtigsten Sätze im Buch scheint mir eine Mönchsweisheit aus dem Mittelalter zu sein: "Bedenke, dass du sterblich bist".
Wem der Inhalt dieses Satzes wirklich bewusst ist, wird alles Überflüssige aus seinem Leben verbannen und versuchen sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dazu gehört gewiss das Bemühen um ein positives Miteinander.

Ich möchte den 37. Weg an dieser Stelle vollständig zitieren:

" Was kannst Du durch Krieg gewinnen?" ( Zitat: Häuptling Powhatan)

" Das fragt der weise Indiander 1609 den Engländer Captain Smith . Eine gute und immer aktuelle Frage. Der Zweite Weltkrieg hat außer Leid, Tod und Elend, finanziell so viel gekostet, dass man jeder Familie der kriegsbeteiligten Nationen ein Haus und ein Auto hätte schenken können.

Wieviel der Irakkrieg kosten wird, weiß noch niemand, aber das Pentagon gibt täglich 1,5 Millionen Dollar dafür aus.

Von einem Bruchteil der Kriegskosten könnte die US-Regierung jedem ihrer knapp 50 Millionen Bürger, die keine Krankenversicherung besitzen, weil sie zuwenig verdienen, eine einrichten. Das zeigt wie sehr wir unseren Volksvertretern auf die Finger schauen müssen.

Aber wie sieht es bei den Kleinkriegen daheim, im Büro oder zwischen den Nachbarn aus? Was hier an Hass und Bosheit gedeiht, ist haarstäubend.

Die großen Kriege beginnen im Kleinen.

Das sollte man sich vor Augen führen, bevor man aggressiv über seinen Nächsten herfällt." ( Zitat: Michael Korth)

Ein sehr kluges Buch.








Rezension: Der Minirock. Die Revolution - Die Macher - Die Ikonen von Bianca Lang

Der Mini steht für die Freiheit der Bewegung, für die Emanzipation der Frau, er ist verbunden mit der Entstehung der Frauenbewegung- der Mini ist der Gegenentwurf zur Burka " ( Zitat : Paco Rabanne)

50 Jahre ist der Minirock mittlerweile alt. Für die Modemacherin Mary Quant steht fest, dass den Minirock niemand erfunden hat, sondern dass er gewollt war.

Die Autorinnen dieses reich bebilderten Buches sind Bianca Lang, Tina Schraml und Lena Elster.

Gleich zu Beginn zitiert Bianca Lang eine Definition Wikipedias, um unmissverständlich klar zu machen, was man unter einem Minirock zu verstehen hat. Beim Mini handelt es sich " um einen sehr kurzen Rock, der mindestens 10 cm über dem Knie der Trägerin endet. "

Zwei ausführliche Interviews mit Mary Quant und Coqueline Courrèges, eine Präsentation der Designer und der Modeikonen, sowie eine Fülle von Zitaten machen das Mysterium " Minirock " intellektuell begreifbar.

Die vielen Fotografien schöner, miniberockter Frauen aus fünf Jahrzehnten lassen keinen Zweifel aufkommen , dass " die Beine die Sex-Antennen der Frauen sind ", wie Gerd Bunsmann, Vertriebsleiter des Strumpfherstellers Uhli 1961 artikulierte. Diese Tatsache hat nicht nur in den Anfängen dieser Mode bei den Prüden in aller Welt zu einer Antihaltung gegenüber diesem Kleidungsstück geführt.

So liest man, dass den Frauen des französischen Senats das Tragen des kurzen Rocks im Juni 1967 untersagt wurde und der Vatikan damals mit den Worten Stellung bezog: " Der Minirock entwertet die Weiblichkeit." In Tunesien verhängte der Staatschef Habib Bourguiba Mini- Verbot und die Regierungspartei Tansanias schickte Sittenwächter der Volksarmee los, um die " entwürdigende Mode " von den Straßen zu entfernen.

Sehr erhellend ist das Interview mit Mary Quant. Sie hatte in den 50ern die Goldsmith Art School, die provokanteste Kunstschule Londons besucht und 1955 mit gerade mal 21 Jahren in der Londoner King`s Road ihre erste Boutique eröffnet. Sie kürzte die Röcke und machte die Straße zum Laufsteg. Schon Ende der 50er Jahre schnitt sie die Röcke ab. Sie berichtet von Chelsea, das in den 60ern dann das Zentrum von Swinging London war.

Ihr Laden war eine andauernde Party, die King`s Road der Laufsteg für alles Neue und Chelsea voller Ideen, Energie und Musik. Vidal Sassoon , Quants Lieblingsfriseur, erfand den " Bob " und Quant gelang der Durchbruch als sie für die amerikanische Modekette " JC Penney " zu arbeiten begann. Die Geschichte ihres Erfolgs liest sich überaus spannend. Eine ungemein innovative, kreative Frau, ganz ohne Allüren!

Texte und Fotos wechseln in diesem Buch fortdauernd. Es ist wirklich ein großes Vergnügen die vielen schönen Frauen in ihren hübschen Kleidern zu bewundern.

Irgendwann stolpert man über die Aussage des US-Wissenschaftlers George Taylor, der bereits in den 20er Jahren feststellte, dass es einen Zusammenhang von Wirtschaftslage und Rocklänge gab. " Je kürzer die Röcke, desto höher stehen die Aktien." Verhaltensforscher Desmond Morris verfolgte die Entwicklung der Rocklänge bis zurück in die 20er Jahre, und tatsächlich entsprach die Höhe des Saums ziemlich exakt dem Dow-Jones-Index ". Dass es Ausnahmen von der Regel gibt, steuert Harold Koda bei, aber auch für ihn steht fest..." wenn die Leute verunsichert und pessimistisch sind, tendieren sie dazu, sich zu verhüllen - ob das nun mit langen Ärmeln, hochgeschlossenen Tops oder langen Röcken geschieht. "

Mancherlei erfährt man auch über andere Minirockmacher, so etwa wie André Courrèges, Pierre Cardin, Yves Saint Laurent, Vivienne Westwood, Paco Rabanne. Dieser zeigte 1966 zwölf Modelle aus Leder, Aluminium, Straußenfedern und Plastik.

Vivienne Westwood machte den Mini in den 70er Jahren zum Accessoire der Punkbewegung und ihren Look zur Provokation. Ihr Kampf galt der Prüderie und dem Establishment. Deshalb nahm sie dem Mini das Mädchenhafte und stilisierte ihn zu ihrem " Sex" - Spielzeug.

Sehr interessant ist das Interview mit Coqueline Courrèges, der Gattin von Andre Courrèges.

Gemeinsam mit ihm hatte sie die Rocklänge in der Couture verändert. Sie erwähnt an einer Stelle des Interviews auch die Ganzkörperstrumpfhose und konstatiert, dass dank der ersten Strumpfhose ohne Nähte der Rock kürzer werden konnte. 1968/69 dann war der Mini wirklich mini.

Schenkt man der Frühjahrs - und Sommerkollektion 2009 Glauben, müsste es mit der Wirtschaft wieder aufwärts gehen.

Die Modemacher verkünden jedenfalls bereits jetzt gute Zeiten, wie die Mode- Fotos für 2009 zeigen!

Zum Schluss des Buches werden die Ikonen des Minirocks gezeigt und man erfährt auch textlich über die eine oder andere nachstehende Dame etwas: Jane Fonda, Veruschka, Twiggy, Jane Birkin , Brigit Bardot (ihr stand der Rock am besten), Sharon Stone, auch Katja Epstein (sie hat hinreißende Beine ) sowie Raquel Welch und Tina Turner (zwei Damen mit unendlich erotischer Ausstrahlung ).

Ein gelungenes Buch, interessant nicht nur für Frauen.....








Rezension: Macke- Gartentor-1916 Garten Kunstdruck

Macke, August Gartentor, 1916 Garten Kunstdruck Druck

Genieße die Vielfalt der Farben und hüte Dich vor allem Grauen, allem Eintönigen......

In August Mackes leuchtendem Aquarell mischen sich die wundervollen reinen Farben des norafrikanischen Orients mit Architekturelementen, die den europäischen Vorstellungen von Haus- und Gartenzaun doch sehr nahekommen.

Dieses Gemälde entstand während seiner zweiwöchigen Tunisrese, die Macke 1914 gemeinsam mit Paul Klee und Louis Moillet unternommen hat.

Mackes Orient ist nicht von der geheimnisvollen und verwunschenen Stimmung wie sie etwa in Klees "Tempelgärten" zum Ausdruck kommt.

Macke ist stattdessen klar und wenig märchenhaft.

Der räumliche Lage des Landhausgartens galt das Interesse dieses Künstlers nicht.

Seine Absicht lag einzig darin heitere Brillanz zu zeigen.

Die Schönheit seines Gartens entsteht durch seine Einzelheiten, nicht durch bestimmte Pflanzen oder exotische Blumen.

Besonders vor dem Hintergrund des damals in Europa wütenden 1. Weltkrieges, in dem Macke noch im selben Jahr ums Leben kam, liegt in diesem Garten ein Glücksversprechen, welches ihn an den Ursprung aller Gärten, das Paradies, anbindet.
Vielleicht hat es in Tunis einst diese Sonnengärten gegeben, in denen die Idee der allerschönsten Blumen auf fruchtbaren Boden fiel.....

Ein besonders schöner Kunstdruck aus der Serie " Die Tunisreise" von Macke.










Rezension: Lesebuch für Diven

"Die Liebe kennt keinen Unterschied zwischen den Sterblichen und den Göttern."( Baratynskij),

Was ist eine Diva? Der aus dem Lateinischen kommende Begriff steht für die "Göttliche". In der Regel versteht man darunter einen bestimmten, sehr selten vorkommenden, extrem kühl wirkenden, hocherotischen Künstlerinnen- bzw. Schauspielerinnentyp von großer Ausstrahlung. Der Begriff greift allerdings auch bei besonders narzisstischen , selbstdarstellerischen, exaltierten Evas, die gerne Hof halten und ihn sich noch lieber vor großem Publikum machen lassen und sehr, sehr distanziert und majestätisch auftreten. Marlene Dietrich, auch Catherine Deneuve sind Paradebeispiele für Diven.

Frauen, die Divenallüren haben, lernen in diesem Buch innerhalb von Auszügen von Erzählungen und Romanen, Essays etc großer Schriftsteller wie Apuleius, Lukian, Heinrich Heine , E.T.A. Hoffmann, Wieland aber auch Susan Sontag und Brigitte Kronauer Verhaltensmuster erfolgsverwöhnter Frauen kennen und können sich beim Lesen überlegen, ob sie ihre diesbezüglichen Ambitionen kultivieren möchten.

"Das Urteil des Paris" wird von Lukian thematisiert. Auch lernt man die Venus Aphrodite kennen. Nicht nur ihre Schönheit wird besungen, auch die Kühle, die von Idealfrauen wie etwa Laura einst ausging.
Allgemein wird Venus als die Mutter der Göttin der Koketterie betrachtet.

Baratynskij schreibt, dass sie durch die Liebenswürdigkeit ihres Umgangs noch einen jeden anzöge, und die mannigfaltigen Gaben, die sie von ihren Erziehern im Olymp empfangen habe, ihr Verehrung von Menschen jedes Standes, jeder Geistesrichtung und jeder Art verschafften, ja sogar zwei gewaltige, wenn auch sehr verschiedenartige Genies der letzten Zeit, nämlich Friedrich der Große und Voltaire verschmähten es nicht, sich von ihr beraten zu lassen - von den Frauen ganz zu schweigen.

Die klassische Diva beherrscht die Klaviatur der Koketterie natürlich perfekt. Dies gilt besonders für Heinrich Heines "Göttin Diana": "Das ist Diana. Sie sitzt auf einem schneeweißen Ross und winkt dem Ritter mit lächelndem Gruß. Hinter ihr reiten, ebenfalls auf weißen Rossen, die Nymphen der Göttin, sowie auch die Götterschar, die wir schon als Besuchende im Tempel gesehen, nämlich Apollo mit den Musen und Bacchus nebst Gefährten....Diana zeigt dem Ritter die Pforte der Felswand und deutet ihm an, dass dieses der berühmte Venusberg sei, der Sitz aller Üppigkeit und Wollust."

Diese Beschreibung einer Bilderbuch-Diva ist meisterhaft. Alle Leserinnen mit Divenallüren werden nach Heines Skizzierung begreifen, dass selbst dann, wenn sie sich vortrefflich in der Kunst der Koketterie geübt haben, es alles andere als einfach ist, die große Geste eine Diana überzeugend darzustellen.