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Das Leben eines Gigolos.

Gigolos sollte man nicht mit Schoßhündchen verwechseln, obschon Golden wirklich süß ist.:-)) , 8. März

Golden ist ein junger Jazzpianist aus der Unterschicht. Er ist nachdenklich, sensibel und sehr attraktiv, ein Frauenversteher, der seine Kenntnisse als Gigolo lukrativ umsetzt. Wohlhabende Geschäftsfrauen und Töchter reicher Väter finanzieren seine Designerkleidung, seine Reisen, seine Restaurantbesuche etc. Im Gegenszug ist er charmant zu ihnen und erfüllt ihnen ihre sexuellen Wünsche....

Das Buch ist kurzweilig geschrieben und eine nette Bettlektüre. Pornographisch ist der Inhalt nur bedingt. Der Autor schafft es seinen Text nicht mit zu vielen nervigen Klischees zu überfrachten und intellektuell ein erfreuliches Niveau bis zum Ende des Buches durchzuhalten, ohne dabei viel zu problematisieren, was ungünstig für das Thema wäre.
Golden vermag seine Gegenüber sehr gut charakterisieren. Das gefällt mir an dem Buch, das 4 Sterne verdient und zwar in dem Genre, wo es einzuordnen ist. Gigolos gab es in allen Jahrhunderten. Neuerdings redet man verstärkt über sie. Das gibt zu denken. Sind sie eine Art Hoffnungsträger oder Projektionsfächen für Sehnsüchte oder sind die Jungs gar die Männer der Zukunft?
Worin besteht ihr Reiz? Vielleicht in der Tatsache, dass man Gigolos nicht dauerhaft an der Backe hat. Was will frau mehr?:-)))

Golden bietet eine Dienstleistung an. Er verkauft sie unter Wert. Insofern könnte man über seine Naivität diskutieren, aber nicht über seinen Grad der Vernuttung. Dieser nämlich ist nicht der Rede wert.

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