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Pirat im Dienst der Queen: Berichte, Dokumente und Zeugnisse des Seehelden ner Zeitgenossen 1567-1596 von Francis Drake

Ein mutiger Mann und genialer Seefahrer. Chapeau!,

Ein sehr spannnendes Buch, das dem Leser die Abenteuer des englischen Admirals und Seehelden Sir Francis Drake (1540-1596) näher bringt. Drake unternahm als Freibeuter Fahrten nach Westindien und umsegelte von 1577-80 die Erde auf Kriegsfahrten gegen die Spanier. 1587-88 kämpfte er vor Cádiz und im Ärmelkanal gegen die spanische Armada. Übrigens heißt nach ihm die etwa 1000 km breite Meeresstraße zwischen Südamerika und den Süd-Shetland-Inseln.

Das vorliegenden Buch enthält Berichte, Dokumente und Zeugnisse des Seehelden und seiner Zeitgenossen. Nach einer knappen Einleitung, die den Leser mit den biographischen Daten Drakes vertraut macht und einer Zeittafel, die die koloniale Machtpolitk einzelner, europäischer Staaten in jener Zeit fokussiert, kann man sich im ersten Teil des Buches in die Lehrzeit Drakes, die Schlacht von San Juan 1568, im zweiten Teil in Drakes Überfall auf Panama 1572-73 und im dritten Teil in seine Reise um die Welt vertiefen.

Die Berichte zeigen, dass es sich bei diesem Mann, um einen überaus mutigen Zeitgenossen von Elisabeth I. gehandelt hat. Sie konnte sehr stolz auf ihn sein und hatte ihm viel zu verdanken. Das wird erst richtig deutlich, wenn die vorliegende Lektüre befasstst. Die beiden Biographien über Elisabeth I., die ich irgendwann gelesen habe, haben mir das nicht so klar vor Augen geführt.

Mich haben die Texte, die sich mit der Weltumsegelung befassen, am stärksten fasziniert, weil sie sehr plastisch all die Eindrücke in einer gerade erst entdeckten Welt und den Mut auf See unmittelbar schildern, ohne zu übertreiben. Schwarz-Weißbilder von den wichtigsten Persönlichkeiten, auch von Segelschiffen u.a. von Drakes "Golden Hind" sowie Ausschnitte aus Seekarten illustrieren die Texte und vervollständigen das Bild des Seehelden. Er war Kind seiner Zeit, was die Vorurteile gegenüber Spanier und Portugiesen und gegenüber den Eingeborenen betrifft. Dies allerdings schmälert seine Lebensleistung nicht.


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