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Rezension:Lach-Yoga: Lachen ist gesund - und Glück ist trainierbar von Gudula Steiner-Junker

"Ein Lächeln ist wie ein Licht in deinem Gesicht, das den anderen Menschen, zeigt: Dein Herz ist heute zu Hause."( Ein Spruch, den man in einer Kirche in Königsberg nachlesen kann.)
Gudula Steiner-Junker lädt die Leser in diesem Buch dazu ein das eigene humorvoll-heiter-kreative Potenzial durch den Einklang von Bewegung, Atem, Stimme, Lachen und Geist zu entfalten, indem sie Schritte aufzeigt, die ein solches Tun einfacher ermöglichen.

Mittlerweile hat man wissenschaftlich nachgewiesen, dass das Lachen die Körperchemie positiv beeinflusst. Ausgeschüttet werden Katecholamine und Endorphine (Botenstoffe mit beruhigender und stimmungsaufhellender Wirkung), die Absonderung von Kortisol( Botenstoff, der bei Stress ausgeschüttet wird und den Körper in Alarmbereitschaft versetzt) wird minimiert.

Lachen stimuliert das Immunsystem und verhindert sowohl seelische als auch körperliche Krankheiten. In welcher Weise das geschieht erklärt die Autorin gut nachvollziehbar.

Wenn man begreift, dass man ein Energiefeld ist und die Qualität der eigenen Erfahrungen beeinflussen kann, kommt man mit der inneren Kraft der Selbstheilung und Gesundheit in Kontakt. Nach Definition der Autorin ist Gesundheit die Anwesenheit von geistig-seelischen Kräften, die es erlauben, unter den Bedingungen des Lebens auf bestmögliche Art und Weise ein harmonisches Gleichgewicht zu finden.
Lachen ist stets eng verbunden mit dem Humor.

Die helle Seite des Lachens ist ein Lachen im Licht der Selbsterkenntnis, die dunkle Seite hingegen ist die Seite des Sarkasmus und des Zynismus- hier wird auf Kosten anderer gelacht. Dieses Lachen ist im Grunde humorlos und damit nicht gesundheitsförderlich.

Die Autorin weist in diesem Zusammenhang auf ein Buch Eleonore Höfners hin und zitiert:" Ätzendes und schadenfrohes Lachen hat nichts mit Humor zu tun und daher auch keinen Gesundheitswert. Diesem Lachen fehlt die Weisheit und die innere Gelassenheit."

Antonio Damasio steuert die wissenschaftliche Erkenntnis bei, dass ein künstliches Lächeln andere Hirnwellenmuster hat als ein echtes. Was das bedeutet erschließt sich aus Steiner-Junkers Text näher.

Lachyoga gehört zum Weg des Yoga. Er nimmt seinen Ausgangspunkt in einer sensiblen Wahrnehmung für den Körper- durch den Einklang von Bewegung und Atem- sowie einer Schulung der Sinne, vor allem des kinästhetischen Sinns. Diese umfasst den Tastsinn, den Gleichgewichtssinn und die Tiefensensibilität der Muskeln und Gelenke. Man nimmt über diesen Sinn die Verbindung von Bewegung und innerer Empfindung wahr.

Die Autorin zeigt in der Folge die Grundschritte des Lachjoya, nicht zuletzt um auf diese Weise Energieblockaden und körperliche Verspannungen zu lösen, die alles andere als gesundheitsförderlich sind.

Steiner-Junker nimmt Kritik an der Sichtweise Descartes (" Ich denke, also bin ich ") , die für viele Menschen immer noch oberste Maxime ihrer Eigenbetrachtung ist. Mittlerweile wurde jedoch wissenschaftlich nachgewiesen hat, dass man ohne Gefühle nicht in der Lage ist vernünftige Entscheidungen zu treffen. Lachen vermag die Begrenztheit des verstandesmäßigen Denkens aufheben.

Die Lachschrittfolgen nachzuvollziehen macht viel Freude, sie gemeinsam mit einem anderen Menschen nachzuvollziehen ist ein Hochgenuss. Die Autorin hat ihre Übungen sehr gut beschrieben. Bemerkenswert sind ihre Beschreibungen der Meditation " Inneres Lächeln " und " Inneres Lächeln für die Organe ". Bedenkt man, dass die Gene auf ökologische Herausforderungen nach eigenen , in ihnen selbst angelegten Entwicklungsprinzipien verändern können,( so Prof. Bauer in seinem jüngsten Buch), kann ein " Inneres Lächeln für die Organe " kein Fehler sein.:)

Die Autorin wartet mit einer Fülle interessanter Anregungen, die den Lesern helfen ihre Lebenssicht positiver zu gestalten und dadurch spontan aus sich selbst heraus die Mundwinkel wieder öfter nach oben ziehen.
Empfehlenswert.








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