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Rezension:The Best Of - The Best Of Debussy (Audio CD)

Trotz seines wechselvollen Lebens erlangte Claude Debussy ( 1862-1918) nach einem nicht sehr verheißungsvollen Auftakt seiner Laufbahn doch die ihm gebührende Anerkennung. Sein Schaffen eröffnete der Musik völlig neue und ungewohnte Wege.
Möchte man sich einen ersten Eindruck über das Werk des Künstlers verschaffen, ist man gut beraten sich diese CD zu kaufen. Zwar wird nicht erwähnt wer die Interpreten der Stücke sind, doch dies schmälert keineswegs den Kunstgenuss, wenn man zunächst erst mal nur eine Idee von den Kompositionen des Musikers haben möchte.
Die Klangqualität ist hervorragend. Die Interpretation lässt nichts zu wünschen übrig.
Debussys Orchestermusik ist farbenprächtig und sinnlich. Sie spricht den Verstand und die Gefühle gleichermaßen an. " La Mer " kann man mit Recht als Klanggemälde bezeichnen.
Der auf der CD enthaltene 1. Satz von " La Mer " (Von der Morgendämmerung bis zum Mittag auf dem Meer) ist sehr beeindruckend. Die Einleitung klingt, als würden erste Lichtstrahlen sanft über das dunkle, leicht bewegte Meer gleiten. Ruhige Tremolo-Figuren in allen Streichern scheinen die unendliche Weite des Meeres und des Himmels anzudeuten.
Allmählich wird die Musik dichter und leitet in einen Abschnitt über, der mäßig aber nicht langsam ist. Hier tritt eine klar umrissene melodische Linie in den Hörnern auf; sie setzt sich deutlich von den durchsichtigen Figuren in den Streichern und Holzbläsern ab, die die regelmäßige Bewegung des Meeres und das Spiel der Wellen anzudeuten scheinen.
Dann folgt eine lyrische Episode, die die Solooboe und eine Solo-Violine anführen, gefolgt von der Solo-Flöte. Doch ein durchdringender Hornruf, der Lichtspiegelungen zu reflektieren scheint, leitet über in einen zweiten Abschnitt. Er beginnt mit einem kräftigen Thema in den vierfach geteilten Celli. Virtuose Skalenfiguren in den Violinen führen zu einem sehr energischen, rhythmischen Ostinato in den Streichern über. Dann bereitet eine ausdrucksvolle Melodie im Englisch Horn und im Solo - Cello die Coda vor, einem majestätischen Choral in den Blechbläsern, der die ehrfurchtgebietende Tiefe und übermenschliche Kraft des Meeres sowie den Glanz anzudeuten scheint, indem es in vollem Tageslicht erscheint.
Sehr schön auch ist die " Prelude a l `apres -Midi d`un faune ", wahrlich feine Klänge, eine traumhafte Stimmung und eine zauberhafte Melodik. Die Melodien erscheinen beinahe silbrig schweifend.

Empfehlenswert.


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