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Bibliothek Arabischer Klassiker: 8 Bände

"Lass deinen heimlichen Kummer entschweben!/ Genieße die Zeit bei der Tochter der Reben./ Begegne dem Dasein,in all seiner Frische!/Und wehr dich gegen die Sorgen im Leben!/..."( Al Walid Ibn Jazid, gestorben 744 n.Chr.)
Diese Kasette enthält acht Bänden arabischer Klassiker, hervorragend übersetzt von namhaften Wissenschaftlern, wie Prof. Dr. Gernot Rotte, Dr. Hartmut Fähnrich und Dr. Annemarie Schimmer:

Ibn Ishaq: "Das Leben des Propheten"
Abu L-Faradsch: "Und der Kalif beschenkte ihn reichlich"
Al-Qazwini: "Die Wunder des Himmels und der Erde"

Al-Hamadhani "Vernunft ist nichts als Narretei"

Ibn Challikan "Die Söhne der Zeit"

Ibn Dschubair: "Tagebuch eine Mekkapilgers"

Ibn Iyas: "Alltagsnotizen eines ägyptischen Bürgers"
Usama Ibn Mundquidh "Im Kampf gegen die Kreuzritterheere"

Ibn Iyas beschreibt sehr spannend in seinen "Alltagsnotizen eines ägyptischen Bürgers" den letzten Herrscher der Mameluken, mit dem die mehr als zweihundertfünfzigjährige Mameluken-Herrschaft über Ägypten und Sirien zu Beginn des 16. Jahrhundert zu Ende ging.

Lesenswert auch ist " Das Leben des Mohamed" von Ibn Ishaq, der im 8. Jahrhundert bereits über Mohammed berichtete, keineswegs in verklärter Art und Weise, sondern er zeigt, dass der Begründer des Islam ein irdisches Wesen war, das göttliche Botschaften verkündete. So liest man hier: "Als Gott seine Religion weiter verbreiten, seinen Propheten stärken und sein Versprechen ihm gegenüber einlösen wollte, machte sich Mohammed während der Wallfahrtszeit auf, um sich wie jedes Jahr bei dieser Gelegenheit den arabischen Stämmen anzubieten....."

Packend erzählt ist Ibn Munquidhs " Ein Leben im Kampf gegen Kreuzritter". Dieses Buch hat mich deshalb sehr interessiert, weil man hier einen anderen Blickwinkel auf die damaligen Geschehnisse erhält. Durch diesen Text bekommt man eine Vorstellung von der Mentalität, den Sitten und den Freuden und Nöten der muslimischen Ritter im 12. Jahrhundert und beginnt den Mythos der katholischen Kreuzritter zu relativieren.

Dschubair verdeutlicht in seinem " Tagebuch eines Mekkapilgers" wie die arabische Welt in ihren Zentren zu Zeiten der Kreuzzüge aussah. Sein Buch gilt als eine der berühmtesten Reisebeschreibungen des arabischen Mittelalters. Es war keinesfalls ungefährlich zur damaligen Zeit von Granada über Alexandria und Kairo nach Mekka zu reisen. Das wird bei der Lektüre dieses Buches deutlich.

Sehr beeindruckt hat mich das Werk " Und der Kalif beschenkte ihn reichlich". Hier erhält man einen sehr schönen Überblick über das arabische und frühislamische Leben und seine Sitten. Biographien, Anekdoten, Gedichte und Lieder bekannter Sänger, Poeten , Kalifen und Sklaven lassen ein Bild entstehen, das für den heutigen Leser

einer entrückten Traumwelt gleichkommt.

So liest man hier u.a. ein sehr schönes Gedicht von Abu L-Atahija (748-828 n.Chr.)

Das Leben lässt dich deinen Tod vergessen!

Du möchtest bleiben, hier, in dieser Welt.

Willst du dich ganz auf sie verlassen,

wo du doch siehst, wie jeder Bund in ihr zerfällt?!

Du hast dich auf das Leben, auf die ganze

Länge seiner Dauer eingestellt.

Siehst du nicht, dass auch die Eltern lebten

und dass der Tod sie jetzt schon längst umschlossen hält?

Sind sie dir denn etwa keine Warnung?

Glaubst du, dass der Tod sich dir nicht zugesellt?







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