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Rezension:Handbuch Gehölzschnitt von Steve Bradley

Wie schafft man sich ein üppig blühendes Paradies?,

Steve Bradley dokumentiert in diesem Buch, dass jeder Gartenbesitzer es schaffen kann seine Bäume, Sträucher, Rosen, Hecken und Kletterpflanzen fachgerecht zu schneiden.

Er erklärt wieso man Gehölze schneiden muss, erläutert die Schnitttechniken und stellt die notwendigen Werkzeuge vor.

Gehölzschnitt ist eine sinnvolle Methode, das Wachstum, die Form und die Produktivität einer Pflanze zu beeinflussen.

Pflanzen, die in ihrer Jugend richtig geschnitten wurden, sind später einfacher zu pflegen.

Gut erläutert wird die Funktion von Gartenscheren, Baumesser, Astscheren, Sägen und Heckenscheren.

Der Schnitt einer Hecke sollte übrigens immer von unten nach oben erfolgen, damit die abgeschnittenen Pflanzenteile nicht an den unteren Ästen hängen bleiben.

Da Gartenarbeiten nicht ungefährlich sind, werden auch Sicherheitsvorkehrungen angesprochen und es wird sehr gut erläutert wie man eine Leiter benutzt, ohne hinterher im Krankenhaus zu landen.

Anschließend werden die grundlegenden Schneidetechniken thematisiert.

Im Übrigen unterbindet das Abschneiden verwelkter Blüten die Samenbildung, regt zu neuer Blütenbildung an und verlängert die Blühperiode.

Der Autor zeigt für mehr als 70 Zier- und Kübelgehölze die richtigen Schnitttechniken.

Ausführlich beschreibt er jede einzelne Pflanze, erklärt weshalb man schneiden muss, gibt Tipps für den Schnitt, nennt den jahreszeitlich richtigen Schnittzeitpunkt, das notwendige Werkzeug und den jeweiligen Sinn für einen Aufbau - Erhaltungs - und Verjüngungsschnitt.

Kaum eine Pflanze benötigt so sehr die Schere wie die Glyzinie. Davon kann ich ein Lied singen.... Wenn ein Meer von blauen Blüten Anfang Mai das Auge erfreut, dann hat man perfekt geschnitten.

In einem Sonderteil werden Schnittarten für Bäume, Hochstämme, Koniferen, Hecken, Kletterpflanzen und Bodendecker bestens erklärt und es wird hervorragend beschrieben wie man Obstgehölze so schneidet, damit man mit einer reichen Obsternte rechnen kann.

Bei aller Schneidenotwendigkeit sollte man sich allerdings klar machen, dass es wenig Sinn macht über den Garten absolute Kontrolle auszuüben. Wer seinen Pflanzen wild entschlossen einen Einheitsschnitt verpasst, wird im Ergebnis auf eine gnadenlos getrimmte Flora blicken, die an preußische Soldaten erinnert und nicht an ein Paradies, nachdem wir uns doch alle so sehr sehnen.






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