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Roman eines Schicksallosen von Imre Kertesz

Ein Meisterwerk, das einen unendlich traurig macht!

Der fünfzehnjährige Protagonist- er ist Häftling in Buchenwald- begreift die Ereignisse in den Konzentrationslagern des Nazi-Regimes als kausal bedingt und insofern als " natürlich".

Dies ist wohl auch der Grund, weshalb er sich in die Situation einpasst und die fürchterlichen Peinigungen, die ihm und den anderen Häftlingen widerfahren, moralisch nicht bewertet oder sich gar dagegen auflehnt, sondern vielmehr die Barbarei apathisch hinnimmt. Kaum in einem anderen Roman über den Holocaust wird die Ohnmacht der Opfer so deutlich und der menschenverachtende Zynismus der Täter so klar gespiegelt. Alles hat seine Zeit, somit auch das Böse! Für einen humanistisch ausgerichteten Menschen ist diese Vorstellung schwer zu akzeptieren.




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