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Rezension: Darum nerven Japaner

Freudlose Regelbefolger

Christoph Neumann hat in Japan die Universität besucht und dort auch promoviert. Er lebt in Tokio als Softwareentwickler und freier Journalist und weiß insofern wovon er schreibt. Beobachtet hat er das Verhalten der Japaner und teilt diese Beobachtungen - voller Esprit - detailliert dem Leser mit.

Obrigkeitshörig und konsensbedürftig unterwerfen sich die Japaner in allen Lebenssituationen rigiden Regeln , die sie auch dann nicht hinterfragen, wenn offensichtlich klar ist, dass Dritte diese einzig zum eigenen Vorteil aufgestellt haben und sie im Grunde keinen wirklich allgemeinen Nutzen hervorrufen.

Zwanghaft werden pausenlos in der eigenen Wohnung die Schuhe gewechselt, zwanghaft wird sich einem abstrusen Modediktat unterworfen, ebenso zwanghaft werden jegliche individuellen Wünsche ausschliessenden Inlandskurzreisen unternommen, die den Japanern kulturell ebensowenig bringen , wie ihre Auslandsreisen, denn als Touristen scheinen sie sich nur für Shopping in Luxusmeilen und das, was auf den Teller kommt, zu interessieren. Allerdings fußt besagte Ernährungsneugierde nicht auf Gourmetambitionen!

Folgt man Neumann, so muß man davon ausgehen, dass der Japaner der geborene Konsument ist, dem man - quasi alles- andrehen kann, weil seine duckmäuserische , unkritische Haltung ihn selbst leicht durchschaubaren, merkantilen Werbestrategien schutzlos ausliefert.

Das gesellschaftliche Unterdrückungssystem in Japan hat Doppelmoral und Verlogenheit zur Folge, ständig macht hier jeder jedem was vor. Zudem scheinen die wirtschaftlichen Strukturen vollständig mafiös durchdrungen zu sein, selbst Krankenhäuser werden von Kriminellen in die Mangel genommen und dennoch gibt es offiziell diese Form von Kriminalität nicht. Es wird vertuscht und unter den Teppich gekehrt , dass sich die Balken biegen. Hauptsache das Regelwerk steht und der Schein bleibt gewahrt.

Wirklich wichtig ist dem Japaner die Arbeit. An seinem Arbeitsplatz ordnet er sich, wie Neumann konstatiert, vollständig unter. Eine eigene Meinung hat er nicht, bzw. äußert sie nicht. Kreativ ist er nur dann, wenn die Obrigkeit es von ihm fordert. Es gibt keinerlei Eigenständigkeit. Japaner sind mit einem Wort gesagt: fremdgesteuert!

Selbst ein harmloser Flirt ist starren Regeln unterworfen, wenngleich der Koitus als feststehendes Ergebnis eines Flirts hemmungslos ausgelebt wird. Japaner kennen grundsätzlich keine moralischen Schranken, wie im christlich geprägten Europa, sondern nur die Furcht regelwidrig zu agieren.

Der sich an Freudlosigkeit weidende Protestantismus in Europa als auch der doppelbödige, scheinheilige Calvinismus in den USA sind ein Spaziergang im Verhältnis zu dem , was sich egomane Zwangscharaktere im fernen Osten haben einfallen lassen, um ihr Volk gefügig zu machen.

Sehr zu empfehlen!






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