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Rezension: Der große Gatsby

Gatsby , einfach unwiderstehlich

Beleuchtet wird in diesem hervorragenden Roman die High-Society der Ostküste der USA während der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Als Tableau dient die tragische Liebesgeschichte zwischen dem reichen, Geheimnis umwitterten Jay Gatsby und der schönen, aber leichtfertigen Daisy.

In Amerika zeigen sich die so genannten " Goldenen Zwanziger" als die Zeit der Prohibition, des ausgiebigen Drogenkonsums, der luxeriösen Parties mit neuartigen Jazzklängen.
All dies macht der Autor zum Gegenstand seines facettenreichen Romans.

Zudem fördert Fritzgerald die Oberflächlichkeit, Blasiertheit und Übersättigung der mondänen, höheren Gesellschaftsschicht zu Tage.

Zeitgenossen, die erst jüngst zu Geld gekommen sind, finden dort kaum Zugang und selten wirkliche Akzeptanz.
Der amerikanische Traum , der verspricht, dass man durch Tüchtigkeit alles erreichen kann, stellt sich in seiner realen Durchführung als höchst fragwürdig dar oder stößt zumindest, wenn es um gesellschaftliche Anerkennung geht, an seine Grenzen.
Der tüchtige Gatsby, der so vielen Vieles gibt, hat im Grunde keine Freunde, keine wirklichen Herzensbeziehungen, die auf Gegenseitigkeit beruhen.

Die Menschen um ihn herum sind - nahezu ohne Ausnahme - materiell fixiert und letztlich alle vom Stamme Nimm.

Selbstbezogen, vermögen sie nicht die seelische Tiefe dieses Mannes zu erkennen.

Als Mensch ist Gatsby für diese ethisch verkommene Clique nicht interessant.

Dies gilt vor allem für die von ihm so geliebte Daisy.

Der fiktive Erzähler Nick- Jays mittelloser Nachbar- ist der einzige, der die wirkliche Größe Gatsbys begreift und ihm durch seinen Bericht ein würdiges Denkmal setzt.

Unendlich berührend! Ein Meisterwerk!






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