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Rezension: Glaubenszeichen

Pater Anselm Grün hat gemeinsam mit dem Künstler Eberhard Münch  dieses bemerkenswerte Buch verfasst, das u.a. 60 Bilder und Skizzen des Künstlers enthält. Entsprechende Texte Anselm Grüns setzen sich mit den sogenannten lithurgischen Farben, den christlichen und biblischen Symbolen und den Sinnbildern der Bibel auseinander.

Eberhard Münch ist freischaffender Künstler. Er hat an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg Wandmaler studiert und  im Laufe der letzten Jahrzehnte mehr als 120 Kichen und Kapellen gestaltet.
Im Buch wird jeweils erklärt, worum es bei den einzelnen Bildern des Künstlers geht. Das erste Bild - eine Abstraktion in Gelbtönen verdeutlicht die Dimension eines tiefen "inneren" Schauens, das dann folgende weiße Bild zeigt den inneren klaren Raum in uns. Sehr beeindruckend.

Anselm Grün erklärt die lithurgischen Farben: Weiß, Rot, Grün, (die Farbe des Anfangs), Violett, Rosa, Schwarz und Gold. Das entsprechende Bild von Eberhard Münch zeigt vielfältige Nuancen des Grün. Angedacht ist die  Grünkraft, von der Hildegard von Bingen einst schrieb.

Hochinteressant ist die Erklärung der christlichen Symbole, beginnend mit dem zentralen Symbol des Christentums, dem Kreuz, das als Licht die Dunkelheit der Welt vertreiben soll und ein Zeichen gegen die Angst der Menschen darstellt. In dem Bild von Münch ist das Kreuz inmitten des Wirbels der Emotionen, die den Menschen bedrohen, angesiedelt. Des Weiteren lernt man das Monogramm Christi von seiner Bedeutung her kennen, auch die Fische als Zeichen der Unsterblichkeit, die Evangelistensymbole -Gesicht , Löwe,, Stier und Adler -, die Taube als Symbol der Reinheit und Klarheit des Heiligen Geistes, den Kelch, die Schale, Brot und Wein und die Kerze, die in alle Farben unseres Lebens eindringt und es auf diese Weise verwandelt.

Zu allen textlichen Symbolerläuterungen gibt es wundervolle Bilder von Münch, ebenso zu den Erklärungen der Sinnbilder der Bibel, wie etwas >> Baum des Lebens<<,>>die Perle<<, >>der Weinstock und die Reben<<.. Im Gemälde von dem Weinstock hat der Künstler die Fülle des Lebens dargestellt und wie Pater Anselm interpretiert die Liebe, die von Christus her zu uns hereinströmt und uns reiche Frucht in unser Leben bringt, Frucht für uns selbst und für die anderen.


Erläuterungen zum rosaroten Messgewand, das an den beiden Sonntagen im Advent und in der Faastenzeit getragen wird und erst in der Rokokozeit aufkam: "Die Rokokozeit war die Zeit der Pastellfarben, Zur damaligen Kultur gehörte es, die traditionelle Farbzuordnung zu mischen. So trugen Männer oft rosarote Kleider, während Frauen hellblaue Kleider bevorzugten. Adelige Herren stifteten ihre rosaroten gewänder der Kirche. So wurde erst 1729 rosa zur lithurgischen Farbe"( Zitat: S. 36)

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