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Rezension: Neruda- Liebesgedichte

Antes de mi, no tengo celos( Neruda)
Der chilenische Nobelpreisträger Pablo Neruda (1904-1973) war auch , wenn er Liebesgedichte schrieb, ein öffentlicher Dichter, so Karl Krolow, der auf diese Weise im ständigen Kontakt mit seiner Zeit und ihren Menschen blieb.

Seine Verse, die im Spanischen die Gefühlswelt des großen Dichters beinahe wie vertonte Gedichte erscheinen lassen, spiegeln sich im Deutschen nur bedingt wieder, weil intellektuelle Facetten sprachlich in den Vordergrund treten.

Um Ihnen den Lyriker vorzustellen habe ich folgendes Gedicht an seine Geliebte ausgewählt.

Was vor mir war,
weckt keine Eifersucht.

Komm mit einem Mann
auf dem Rücken,
komm mit hundert Männern in deiner Mähne,
komm mit tausend Männern zwischen deiner Brust und
deinen Füßen,

komm wie ein Fluss
voller Ertrunkener,
der den rasenden Ozean findet,
den ewigen Gischt, die Zeit!

Bring sie alle her,
wo ich dich erwarte:
immer werden wir einzig sein,
immer nur du und ich
allein auf der Erde,
um das Leben zu beginnen!


Ein wunderbarer Poet, dessen Verse nicht in Vergessenheit geraten sollten.


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