.

.

Rezension: Paris

Wer sich in Paris verliebt hat, kann nie wieder anders lieben.(Valdes)

Im vorliegenden Bildband " Paris" erfreuen über 900 Bilder von der schönen Stadt den Leser, während er durch schwärmerische Reflexionen und Sentenzen auf dem fotografischen Spaziergang begleitet wird.

Einführend informiert Francois Baudot in knappen Sätzen über Geographie, Geschichte, Architektur und die soziale Struktur der Metropole.

Anschließend beginnt das Fest für die Augen ,zunächst im ersten Arrondissement mit Fotos vom Eifelturm, unterschiedlichen Eindrücken vom Place de la Concorde, den Jardins de Tuileries, diversen Bildern des Louvre, die mit dem Satz Alain Schifres kommentiert werden: " Die Pariser achten sehr darauf , niemals irgendeine Sehenswürdigkeit zu besuchen. Außer wenn sie ganz neu ist. Damit sie mitreden können."

Eingeschoben dann ein Foto von Rodins "Liebenden" mit dem Hinweis, dass sich das Musee Rodin im 7. Arrondissement befindet.....

Das Denkmal des Schriftstellers Moliere wirkt noch auf dem Foto imposant. Die Bilder des Jardin du Palais sind zeitlos. Man spürt, dass hier in allen Jahrhunderten flaniert und kommuniziert wurde und ahnt, wie sehr sich auch Moliere einst darüber gefreut hat.

Das erste Arrondissement von Paris , so Leon-Paul Fargue, sei das kleinste, aber es sei das Herz der Stadt, es sei der Kern dieser unvergleichlichen Frucht. Auge , Bauch und Vergangenheit in einem.

Wirklich schön sind die Aufnahmen des Place Vendome, die Bilder der Eingangstüren edler Geschäfte, wie Cartier , Chanel, Piaget und der Nobelherberge " Ritz".

Interessant auch die Fotos der Pariser Börse und die Eindrücke vom Place de L`Opera im 9. Arrondissement.Über die Dächer schwebend, sieht man einen Tänzer, der an Höhenangst gewiss nicht leidet. Man erhält einen Eindruck vom " Place des Vosges" im 4. Arrondisement, wo dereinst Reitspiele stattfanden. Fotos von Centre Pompidou fehlen nicht, auch das Rathaus von Paris ist abgelichtet. Eine Vielzahl von Fotos der Ile de la Cite, die Kathedrale Notre Dame, Pont Saint Michel, aber auch Bilder der Moschee von Paris, das Pantheon und Aufnahmen des wunderschönen " Jardin du Luxembourg" sind dabei.

Es folgen Bilder über Bilder, die ich nicht alle anführen möchte, weil ich Ihnen die Neugierde nicht nehmen will. Es sind Bilder von den vielen Boulevards und auch den Parklanlagen, wo man sich immer noch so gerne zeigt, wie zu Zeiten Balzacs.

Zoe Valdes hält fest:- In Paris zu leben bedeutet, den Geliebten auf der einen Brücke oder der anderen lange und tief zu küssen. Es bedeutet, völlig durchweicht auf einem spiegelnassen Platz anzukommen und verzweifelt nach einem Gesicht zu suchen, das niemals erscheint. In Paris zu leben bedeutet, in die Metro zu stürzen, weil man befürchtet zu spät zu kommen und mit eiskalten Händen in ein verstecktes Cafe zu flüchten. Das Cafe , ein Ort für Liebende. Denn es gibt eine besondere pariserische Art des Liebens und wer sich einmal in Paris verliebt hat, kann nie wieder anders lieben.-

Die eindrucksvollen Bilder des Friedhofs Pere Lachaise sollen nicht unerwähnt bleiben.

Heinrich Heine ruht dort, auch die Liebenden Abelaerd und Heloise, Menschen, die der Nachwelt tiefgründige Botschaften hinterlassen haben.

Am Anhang finden sich Adressen von Hotels, Restaurants und Cafes, Bars und Clubs, Kaufhäuser, Märkte, Flohmärkte, Antiquitätenhändler, Museen, Galerien, Auktionshäuser auch Adressen und Telefonnummern der Botschaften und des Service, gefolgt von kurzen Beschreibungen verschiedener Spaziergänge durch diese wundervolle Stadt an der Seine .

Das Buch macht Lust sofort nach Paris zu reisen und die nächsten Monate dort zu verbringen, am besten natürlich mit einem Menschen , den man liebt.






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen