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Rezension: Zu Gast in Klöstern

Fernab von allem Weltlichen.

Der Schrifsteller Patrick Leigh Fermor hat sich, um ungestört schreiben zu können, hin und wieder in ein Kloster zurückgezogen, weil er dort die Stille vorfand, die sich günstig auf seinen Schreibfluss ausgewirkt hat.

In diesem Büchlein berichtet er von seinen Eindrücken in den Klöstern St. Wandrille, Solesme, La Grande Trappe und in den Felsenklöstern Kappadokiens. Fermor schreibt von der jeweiligen Architektur, von historischen Begebenheiten, nicht zuletzt den Sekularisierungversuchen zuzeiten Napoleons und anderen schwierigen klösterlichen Zeitläuften. Weiter erzählt er das ein oder andere über verschiedene Ordensgründer und irrriert den Leser durch die harten Regeln für die Mönche der von ihm fokussierten Orden. Diese Mönche haben, wie er schreibt, den Vergnügungen und Annehmlichkeiten einer Welt entsagt, deren Werte sie für bedeutungslos halten; nur sie haben sich als Gemeinschaft dem schrecklichen Problem der Ewigkeit gestellt um alles aufzugeben, um ihren Mitmenschen und sich selbst zu helfen, ihm zu begegnen.


So sind Gottesdienst und Gebete für Benediktiner vorrangig. Dennoch sind gerade die Benediktiner Hüter der Literatur und haben im Laufe der Jahrhunderte in ihren Bibliotheken wahre Schätze aufbewahrt, über die Fermer ebenfalls zu berichten weiß. Das Sammeln von Büchern unterscheidet diesen Orden von dem der Trappisten, deren Geisteshaltung der Autor auch zur Sprache bringt. Die Trappistenmönche streben die gänzliche intellektuelle Schlichheit an und begreifen das Leben als Zeit unablässiger Buße. Allen Klöstern gemeinsam ist die Stille und Ruhe, die von ihnen und ihren Bewohnern ausgeht. Das bietet dem weltlichen Besucher die Möglichkeit in sich hineinzuhören, vielleicht zu meditieren und Abstand zu gewinnen von allem Irdischen.

Ein schönes Buch!





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