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Rezension:Bildschöner Jakobsweg

Es sind die " Messen in den Kathedralen der Natur", die aus Menschen Mystiker" machen. ( Pönitz),


Der von Hartmund Pönitz vorgestellte Jakobsweg gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Er führt von Mittelfrankreich über die Pyrenäen an das Grab des Apostels Jakobus d.Ä. in Santiago de Compostela. Der Autor beginnt seinen Bildbericht unmittelbar vor dem Pass von Roncesvalles, direkt an der spanischen Grenze zu Frankreich.

Die vielen imposanten Fotos im Buch werden von erklärenden Texten begleitet. Man erhält bereits einen guten visuellen Eindruck von der ersten Etappe in den Pyrenäen und lernt den "Rolandstein" am Ibaneta-Pass kennen. Hier soll einst die legändäre Schlacht zwischen Roland und den Basken stattgefunden haben. Einen guten Eindruck erhält man auch davon, was man im Schlafraum der Pilgerherberge in Roncevalles zu erwarten hat. Es erinnert an ein Flüchtlingscamp.

Hemingways Pamplona wird vorgestellt. In dieser Stadt findet jährlich eine achttägige Feier zu Ehren des Schutzpatrons von Pamplona, des hl. Firminius statt. Sehr beeindruckend sind die Metallpilger-Scherenschnitte auf der " Anhöhe der Vergebung" auf Höhe Alto Peron. Man lernt die Orte Puente la Reina und Cirauqui näher kennen und erahnt anhand der Bilder, dass der Pilgerweg hier ziemlich beschwerlich ist. Beeindruckend scheint das "Kloster von Irache" in der Nähe von Estalla zu sein und der Ort Viana, wo sich das Zweitgrab von Cesare Borgia befindet. Prachtvoll mutet die Kathedrale von Logrono an und majestätisch die Burg Clavijo ganz in der Nähe dieser Stadt. Immer wieder wird man mit Klöstern und Kathedralen vertraut gemacht und ist von den herrlichen Landschaftbildern begeistert, bevor man mit der besonderen Schönheit der Kathedrale von Burgos vertraut gemacht wird. Diese Stadt ist wie kaum eine zweite in Spanien mit dem Jakobskult verbunden.

Traumhaft ist die Hochebene bei Olmillos, etwa 30 km westlich von Burgos gelegen und der Blick auf den "Canal de Castilla". Die Kathedrale von Leon sollte man besichtigen, allein der bunten Fenster wegen, aber auch die Basilika von Covadonga lohnt es sich aufzusuchen, nicht nur aus kunsthistorischem Interesse. Schon im 3. Jahrhundert war Astroga eine Bischofsstadt. Architektonisch lohnt es sich nicht nur den Gaudipalast, sondern auch die Kathedrale der Stadt zu besichtigen.

Der Pilgerweg führt weiter von La Faba nach O Cebreiro. Die Landschaftsbilder in dieser Gegend sind ein Traum. Der Weg endet nach einigen anderen ebenfalls abgelichteten Stationen schließlich in Santiago de Compostella. Hier ist es Pönitz gelungen die Atmosphäre festzuhalten, die die Pilger seit Jahrhunderten erfühlt haben müssen und die sie auf geradezu mystische Artüber alle Zeiten hinweg miteinander zu verbinden scheint.

Ein schönes Buch.





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