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Rezension:Die letzten Paradiese der Erde. Seychellen: Tausend Meilen außerhalb der Welt

" Gibt`s kein Paradies, gibt`s doch Paradiese." ( F.v. Bodenstedt)

Franz Binder stellt in diesem Buch fotografisch die Seychellen vor. Die vielen traumhaften Fotografien werden von informativen Texten begleitet.

32 Inseln umfassen die im indischen Ozean liegenden Seychellen.

Es handelt sich hierbei um Mahé, die Insel, auf der 85 Prozent der Touristen beherbergt werden, nicht zuletzt, weil es hier die meisten Unterkünfte gibt. Der breite palmengesäumte Sandstrand der Beau Vallon Bay im Nordwesten der Insel ist das touristische Zentrum der Seychellen mit knapp einem Drittel aller Hotels, Restaurants und weiterer touristischer Einrichtungen. Um diese Insel sind rund 65 Strände verteilt, aber auch die dicht bewachsene Bergwelt im Inselinneren bietet viele Attraktionen.

Man liest von den Inseln um Mahé. Zu dieser Inselgruppe gehören Sainte- Anne, Moyenne, Round, Long, Cerf sowie die winzigen Inseln Cachée. Diese Inseln sind zum Sainte-Anne-Marine- Nationalpark zusammengefasst.

Das weiter auf dem Meer gelegene Beacon Island gehört nicht mehr dazu, ist aber auch Naturschutzgebiet und ein guter Tauchplatz. Sainte Anne ist ein Luxusresort der Beachcomber-Gruppe.

Die zweitgrößte Insel der Seychellen ist Praslin. Einst hieß Praslin " Isle de Palme", weil sie die Heimat der sagenumwobenen "Coco-de-Mer-Palme" ist. Ihr Geheimnis lüftet Franz Binder für neugierige Leser.

Der Autor zählt weiter die Inseln um Praslin sowie Silhouhette und North auf, um dann von La Digue zu berichten. Die Strände dieser Insel mit ihren großartigen Granitformationen zählen zu den spektakulärsten des Indischen Ozeans, besonders Anse Patates oder Petite Anse sind wildromantische Tropenstrände.

Aufgeführt sind auch Félicité und umliegende Inseln aber auch Frégate, der einstige Schlupfwinkel von Piraten, der heute eine Privatinsel mit einem der exklusivsten Ferienresorts der Welt ist.

Die beiden einzigen Koralleninseln Bird und Denis liegen am nördlichen Rand des Mahé -Plateaus.

Zu den "Äußeren Seychellen" zählen die Koralleninseln Amiranten, die Alphonse-Gruppe, Plate und Coetivy, die Farquhar-Gruppe und die Aldabra-Gruppe.

Die höheren Inseln bestehen aus Granit und Syenit, haben schroffe Steilküsten und ein bewegtes Relief. Sie sind der Rest einer isolierten kontinentalen Scholle. Die übrigen Inseln sind niedrige Koralleninseln. Das Klima ist tropisch-ozeanisch mit gleichbleibenden Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit.

Für die Seychellennusspalme, ein Endemit, besteht ein Naturschutzgebiet auf Praslin, streng geschützt ist auch das Aldabra-Atoll, wegen seiner seltenen Tier- und Pflanzenarten.

Entdeckt wurden die Seychellen übrigens im 16. Jahrhundert von den Portugiesen. 1743 nahmen die Franzosen sie in Besitz. 1794 wurde sie dann von den Briten erobert. Ihre Unabhängigkeit erzielten sie erst 1976.

Die Fotos in diesem Buch können nicht genug gelobt werden. Ich habe solche Strände noch nie zuvor gesehen. Die Landschaft ist wirklich paradiesisch.

Beeindruckend sind die wuchtigen, an moderne Skulpturen erinnernden Granitfelsen, die den eigentlichen Reiz vieler Seychellenstrände ausmachen.

Je nach Richtung des Passatwindes rollen große Wellen an die Strände, die nicht durch vorgelagerte Koralleninseln geschützt sind. Ein großartiges Spiel der Natur.

Der ständigen Veränderung unterliegen die Strände der Koralleninseln. Das Meer nimmt stets aufs Neue am Strand wachsende Bäume mit sich.

Wie eng verbunden viele Seychellois mit dem Meer leben , zeigen verschiedene Fotos unmissverständlich.

Neben den zauberhaften Granitlandschaften bieten die Strände der Seychellen auch viele subtile poetische Eindrücke, wie etwa den Blick durch die Kasuarinenzweige auf die im letzten Abendlicht glänzenden Zweige.

Man lernt die Vogelwelt, die Pflanzen, die Schildkröten und die Fische in der Region kennen.

Wunderschön sind die Papageienfische, von denen es etwa 80 Arten gibt. Mit ihrem schnabelartigen Gebiss können sie sogar Äste von Korallen abbeißen.

Der Leoparden-Drückerfisch ist einer der schönsten Fische seiner Art. Dass dieser wunderschöne Fisch selbst Taucher sehr aggressiv attackieren und dabei auch kräftig zubeißen kann, mag man nicht glauben, denn er sieht völlig ungefährlich aus.

Ebenso schön und dabei wenig angriffslustig ist der rote Madagaskar-Kardinalvogel. Er kommt fast auf allen Inseln der Seychellen vor und bewundert täglich aus den Luft die paradiesische Insellandschaft, in der er sich nicht grundlos sehr wohlfühlt.










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