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Rezension: DVD : My Big Fat Greek Summer

Diese leichte, vordergründig vielleicht seicht erscheinende Komödie erzählt aus dem Leben der amerikanischen Geschichtsprofessorin Georgia (Nia Vardalos), die ihren  Job verloren hat und sich nun als Reiseleiterin in Griechenland verdingt. Dort schlägt sie sich entnervt mit ignoranten Touristen aus aller Welt herum, die sich nicht für ihre eloquenten historischen Ausführungen interessieren, sondern stattdessen lieber shoppen, sich betrinken, flirten und niveaulosen Small-talk  miteinander pflegen.

Georgia ist angewidert von den Menschen, mit denen sie täglich zu tun hat und verkrampft sich immer mehr. Sie kann einfach nicht verstehen, dass die griechische Kultur bloß als Kulisse begriffen wird, um hübsche Fotos zu machen, aber man vom alten Griechenland faktisch nichts wissen will. Sie zeigt, dass sie diese Ignoranten verachtet und die ihr anvertrauten Touristen zeigen ihr, dass sie sie nicht mögen.

Der alte Tourist Irv (Richard Dryfuss), der offenbar täglich zum Frühstück bereits einen Clown verschluckt und auf Georgia besonders nervig wirkt, wie auch der Busfahrer Procopi (Alexis Georgoulis) lehren Georgia auf schlichte Art Werte der alten griechischen Philosophen: Gelassenheit und Toleranz.

Als Georgia beginnt die Menschen so zu nehmen wie sie sind, lösen sich die Konflikte auf und man beginnt voneinander zu lernen.

Die Slapsticks machen den Film ein wenig skurril. Man hätte sie außen vor lassen können. Sehr witzig fand ich die Umsetzung des Orakels von Delphi. Dem Regisseur ist es gelungen, zu zeigen, dass die Menschen im alten Griechenland nicht anders gewesen sind als die Menschen heute, zumindest was ihre Ängste, Sorgen und Träume anbelangte.

Wie bringt man Ignoranten Geschichte nahe? Indem man  sich bemüht, oberlehrerhafte Attüden abzulegen, so die Botschaft des Films.


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