Rezension: Die schönsten Münchner Kirchen entdecken: Oasen der Ruhe und der Kunst (Gebundene Ausgabe)

Menschen, die einander lieben, berühren in ihrer Gegenseitigkeit das Ewige" ( Anselm Grün),,
Wenn ich zu meinen Verwandten nach München und Köln reise, besuche dort ich immer Museen, Kirchen und Friedhöfe. Alexander Langheiters Buch "Die schönsten Münchner Kirchen entdecken" hat mir gezeigt, dass mir in München noch viele Kirchen unbekannt sind.

Der Autor stellt insgesamt 50 Kirchen in München vor, die er untergliedert in: die Kirchen der Altstadt; die Kirchen in der Isar - und der Ludwigsvorstadt; die Kirchen im Lehel und in der Maxvorstadt; die Kirchen zwischen Nymphenburg und Olympiapark; die Kirchen in den einstigen Vorstädten rechts der Isar; die Kirchen im Münchener Osten; die Kirchen im Münchener Süden; die Kirchen in Schwabing und im Münchener Norden; die Kirchen im Münchener Westen.

Zu jeder Kirche erhält man eine genaue Beschreibung zur Anfahrt, die Anschrift, einen Hinweis zur Homepage, einen Tipp, wo man in der Nähe "einkehren" kann und was es Interessantes im Umfeld zu sehen gibt. Ausführlich wird man jeweils über die Baugeschichte und die Bedeutung der einzelnen Kirchen aufgeklärt, zudem werden die Kirchen genau beschrieben und man erhält anhand von Fotos visuelle Eindrücke, von dem, was man bei einem Besuch zu erwarten hat.

Im Rahmen der Rezension ist es natürlich nicht möglich auf alle näher beschriebenen Kirchen einzugehen. Erwähnen möchte ich aber den "Katholischen Bürgersaal" in der Altstadt, weil er eine der interessantesten Kirchen Münchens ist, die durch ihre Geschichte eng mit der katholischen Frömmigkeit in München seit dem 17. Jahrhundert verbunden ist und heute hauptsächlich wegen des Grabes Rupert Mayers, des Apostels der Münchener, stark frequentiert wird. Zur Weihnachtszeit kann man sich dort übrigens des "Augustiner-Christkindl" erfreuen.

Die "Asamkirche" in der Münchener Altstadt besuche ich immer wieder gerne. Insofern bin ich hier besonders dankbar über die Infos zur diesbezüglichen Baugeschichte. Der Hauptaltar beinhaltet einen gläsernen Schrein mit einer Figur des heiligen Johann Nepomuk. Diese Kirche ist ein Juwel unter den Münchener Kirchen. Die Gestaltung von Fassaden und Innenraum ist ein barockes Gesamtkunstwerk, das von den Brüdern Asam realisiert wurde. Wirklich sehenswert.

Die katholische Filialkirche St. Georg in Bogenhausen ist von einer alten Friedhofsmauer umgeben. Der kleine, immer noch genutzte Friedhof lässt nicht vermuten, dass man sich inmitten einer Großstadt befindet. Hier ruhen übrigens die Schriftsteller Erich Kästner und Oskar Maria Graf, Liesl Kalstadt, Walter Sedlmayer und Rainer Werner Fassbinder.

Sehr alt ist die katholische Filialkirche St. Nikolaus mit Altöttinger Kapelle am Gasteig. 1315 wurde diese Kirche erstmals erwähnt, möglicherweise ist sie aber schon früher entstanden. Die Altöttinger Kapelle erinnert an die früheste Stadtgeschichte. Noch älter allerdings ist die katholische Filialkirche St.Johann Baptist in Johanniskirchen. Es handelt sich hierbei um eine Wehrkirche am Gleißenbach. Diese Kirche wurde schon 815 erwähnt. Gleichwohl entstand der heutige Bau zu Beginn des 13. Jahrhunderts und hat seitdem seinen Charakter weitgehend behalten.

In Forstenried gibt es eine Wallfahrtskirche. Die barocke Raumgestaltung soll einem Festsaal gleichen. Das Forstenrieder Kruzifix soll dort für Wunder sorgen. Eine der altertümlichsten Kirchen der Stadt ist die kleine Heiligenkreuzkirche in Fröttmaning. Der Bau der Kirche stammt aus dem 10. und 12. Jahrhundert.

Interessant auch ist das Rokokojuwel oberhalb des Tierparks: die Filiakirche St. Anna in Haching. Künstler des Münchener Hofes gestalteten das Innere der Kirche. Der Hochaltar im Stile des Rokoko ist wirklich sehenswert.

Natürlich besucht man als Christ die Kirchen nicht in erster Linie der Architektur wegen, aber man sollte sich ihrer ungehemmt erfreuen, denn sie ist zu Ehren Gottes gestaltet worden.


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