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Rezension: Ein amerikanischer Quilt (DVD)

Ähnlich wie in dem soeben von mir rezensierten Film " Wie im Himmel " werden in " Ein amerikanischer Quilt " die Freuden des positiven Miteinanders zum Thema gemacht.
Eine Großmutter, eine Großtante (Ellen Burstyn und Anne Bancroft), drei weitere ältere Damen, sowie eine Frau mittleren Alters sind zusammengekommen, um an dem Hochzeitsquilt, einer kunstvoll gearbeiteten Steppdecke für das Ehebett der Enkeltochter, zu nähen.
Finn (Winona Ryder) hält sich im Haus ihrer Großmutter auf, um an ihrer Dissertation zu schreiben, aber auch über den Heiratsantrag ihres Freundes nachzudenken. Sie ist sich nicht sicher, ob sie zukünftig dauerhaft in einer monogamen Beziehung leben möchte.
Während die in die Jahre gekommenen Frauen an der Decke arbeiten, in die sie Liebesmotive aus ihrem eigenen Leben kunstvoll darzustellen wissen, erhält der Zuschauer durch Rückblenden einen Eindruck von der Liebe, aber auch von Enttäuschungen dieser Personen durch Treuebrüche.
Die Frauen kennen sich seit Ewigkeiten und haben einander ihre Egoismen verziehen. Dadurch erst wurde es ihnen möglich so positiv im Alter aufeinander zuzugehen.
Auch Finn lernt, dass Leben letztlich bedeutet Probleme zu lösen und sich aber auch anderen stets aufs Neue zu vergeben.
Das zeigt sich ihr als die Blätter ihrer Doktorarbeit bei einem schweren Sturm durch die Obstplantage ihrer Großmutter gewirbelt werden aber auch als sie sich auf eine kurze Affäre mit dem blendend aussehenden Leo einlässt und dadurch die Treue zu ihrem Verlobten bricht.
Die Liebe der alten Damen hilft ihr in der Stunde ihrer Verunsicherungen und Irritationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Weil Finn von der Gemeinschaft aufgefangen wird, agiert sie nicht kopflos, sondern löst ihre Probleme mit Verstand und Herz.



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