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Rezension:Frühe italienische Malerei: Meisterwerke aus dem Lindenau-Museum Altenburg (Gebundene Ausgabe)

Die Totenmesse für den hl. Franziskus.,
"Frühe italienische Malerei von Siena bis Florenz" ist der Katalog zur Ausstellung "De Sienne á Florence. Les Primitives Italien. La Collection du Musée Altenbourg ", die vom 11.März -21.Juni 2009 im Museé Jaquemart-André in Paris gezeigt wurde.

Den Werken und den diesbezüglich erläuternden Texten ist eine Chronologie vorangestellt, die verdeutlicht, in welche Epoche man die sogenannte "Schule von Siena" und die "Schule von Florenz" einordnen muss.

Man erfährt Näheres über den thüringisch-sächsischen Gelehrten, Minister und Kunstsammler Bernhard August von Lindenau (1779- 1854), der die größte und bedeutendste Sammlung früher italienischer Malerei zusammentrug.

Der Katalog thematisiert zunächst "Die Schule von Siena". Die vorgestellten Kunstwerke stammen von den Malern: Guido da Siena, Deodato Orlando, Pietro Lorenzetti, Lippo Memmi, Andrea Vanni, Paolo di Giovanni Fei, Angelo Puccinelli, Taddeo di Bartolo, Giovanni di Paolo, San di Pietro, Matteo di Giovanni, , Pietro di Giovanni d Àmbrogio, Michele di Michele Ciampanti und Liberale Bonifati, genannt da Verona.

Alle angeführten Maler werden textlich vorgestellt und ihre sakralen Gemälde im Katalog detailliert erläutert. Die Bildsysteme verdeutlichen ausschließlich theologische Gedanken.
Sehr beeindruckend finde ich die Kunstwerke Giovanni di Paolos und hier hauptsächlich "Das Gebet auf dem Ölberg".
Die Tafel "Die Geburt des heiligen Nikolaus" von Pietro di Giovanni d`Ambrogio zeigt wie viel Sorgfalt dieser Künstler auf alles Stoffliche legte.

Aus der "Die Schule von Florenz" werden Kunstwerke folgender Künstler vorgestellt:
Bernardo Daddi, Maestro di San Lucchese, Nardo die Cione, Gherado die Jacobo genannt, Starnina, Pietro di Gionanni genannt, Lorenzo Monaco, Frau Angelico, Masaccio, Filippo Lippi und Neri di Bicci.

Bei den Werken der florentinischen Künstlern bin ich von jenen, die Fra Angelico schuf, am meisten angetan. Angesiedelt ist sein Werk zwischen Gotik und beginnender Frührenaissance. Seine Konzeption religiöser Malerei unterstreicht die Einfachheit der Bildstruktur, verzichtet auf alle dekorativen Details und fordert den Betrachter auf es mit eigenem religiösem Erleben zu erfüllen.

Ein gelungener Katalog, der mit einer Bilderwelt vertraut macht, die uns heute fast ein wenig befremdlich erscheint.

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