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Rezension:The Beatles, Wie alles begann (Gebundene Ausgabe)

Die Fotografin Astrid Kirchherr begegnete den Beatles 1960 das erste Mal. Dies geschah bei einem der Auftritte der Beatles im Hamburger Vergnügungsviertel St. Pauli. Sie hat einige der frühesten Beatlesfotos geschossen. Wie man dem Klappentext entnehmen kann, überdauerte die Freundschaft mit den Beatles die Zeiten.
Der 2003 verstorbene Fotograf Max Scheler war Fotojournalist beim Stern , der ihn beauftragte die Beatlemania in England in Bildern festzuhalten.
Dem vorliegenden Fotoband gehen Vorworte der beiden Fotografen voraus. Sie berichten hier kurz von ihren damaligen Erfahrungen mit den Beatles. Die Schwarz-Weiß-Bilder stammen aus dem Jahr 1964 und wirken wie ein privates Fotoalbum.
Man sieht die noch jungen Beatles in ihren Privatwohnungen. George beim Gitarrenspiel, Ringo ausgelassen und fröhlich das Tanzbein schwingend, John nachdenklich mit einem Haufen Verehrerinnenpost auf seinem Schoß, den hübsche Paul am Piano, während Ringo in die Hände klatschend neben ihm steht und reine Lebensfreude ausstrahlt. Die Wohnungen sind bürgerlich eingerichtet, die Jungs tragen noch Krawatte. Nur die Haare kündigen den neuen Zeitgeist an.
Abgelichtet sind auch ein typisches Jungmädchenzimmer jener Jahre, dessen Wände mit Beatlesbildern zugekleistert sind, junge Männer mit Pilzköpfen in einem Gitarrenladen, auch sie tragen noch Krawatte. Wunderschöne Portraitaufnahmen von den Jugendidolen George, John, Paul und Ringo sind Bilder einer schon fernen Zeit.
Scheler schreibt im Vorwort, dass es damals in Liverpool ungefähr 400 Musikgruppen gab. In dem Gitarrenladen, den er fotografiert hat , wurden 90 Prozent der Gitarren über Ratenzahlung verkauft. Viele junge Burschen sind mit ihren Gitarren abgelichtet. Man sieht die Hoffnung in ihren Augen blitzen vielleicht ebenfalls als Pop-Musiker Karriere zu machen. Diesen Ehrgeiz schuf die Beatlemenia. Mitunter führte der Ehrgeiz zum Erfolg.
Die jungen weiblichen Fans wirken in ihrer Kleidung und ihren Frisuren auf den heutigen Betrachter fast bieder, zumindest sehr brav. Die Befreiung vom spießigen Outfit hatte noch nicht stattgefunden, aber man spürt beim Anblick dieser Bilder, dass sie unmittelbar bevorsteht und nicht nur sie, sondern auch die sexuelle Befreiung, die große Revolution des letzten Jahrhunderts.
Auf einem Foto sieht man mit viele junge Paare , die sich küssen . Es ist vermutlich auf Party entstanden, während "And I love her" erklingt , der berühmte Beatles-Song, der 1964 entstanden ist.
Text:
I give her all my love
That's all I do
And if you saw my love
You'd love her too
I love her

She gives me ev'rything
And tenderly
The kiss my lover brings
She brings to me
And I love her

A love like ours
Could never die
As long as i
Have you near me

Bright are the stars that shine
Dark is the sky
I know this love of mine
Will never die
And I love her

Bright are the stars that shine
Dark is the sky
I know this love of mine
Will never die
And I love her

Schön, nicht wahr?

Ein gelungenes Buch, das man sich am besten ansieht, während man alte Beatleslieder hört.

Empfehlenswert!



 

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