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BE BOSS: 33 Stolpersteine beim Führen und Kommunizieren von Tatjana Lackner

Unpräzise Kommunikation nagt an der Motivation

Wenn in einer Firma alle am gleichen Strang ziehen sollen, bedarf es einer guten Führung, die sich durch Kompetenz und hervorragende Kommunikationsfähigkeiten auszeichnet.

Die Kommunikationstrainerin Nika Triebe und die Kommunikationsprofilerin Tatjana Lackner weisen im vorliegenden Buch auf 33 Stolpersteine beim Führen und Kommunizieren hin und coachen Ihre Leser für den Führungsalltag.

Dabei verdeutlichen die Autoren erst einmal den Unterschied zwischen Führen und Managen und diskutieren zunächst die 15 häufigsten Führungsfehler.

Sehr unklug ist es z.B. Mitarbeitern Maulkörbe zu verordnen, launenhaft und unberechenbar zu agieren oder Lieblinge zu protegieren. Um diese und andere Fehler zu vermeiden bedarf es der Selbstreflektion und Selbstkritik.

Dieser Erkenntnis kann man nicht widersprechen, allerdings wundert man sich, weshalb Führungskräfte so große Schwierigkeiten haben in diesem Sinne und damit klug zu handeln.

Chefs, die Jagd auf ihre Mitarbeiter machen, um Zeichen der Schwäche zu entdecken und ihre Mitarbeiter bloßstellen möchten, besitzen keine Führungsstärke, so genannte " Performer " und " Manipulatoren " ebenfalls nicht. Auch dem kann nicht widersprochen werden.

Die Autoren machen anhand von 10 Killerphasen deutlich, auf welche Weise ein Boss das konstruktive Klima im Mitarbeiterteam zerstören kann und sie lassen Chefs Fragen beantworten, die ihn nachdenklich stimmen sollen, wie etwa " In welchen Situationen fällt es mir schwer fair zu sein? " Diesem " Be Boss Training " sollte sich so mancher Chef ernsthaft unterziehen, allein schon im Interesse erfolgreicher Betriebsergebnisse.

Dass ohne Kommunikation nichts im Leben läuft, sollte jeder wissen und dass unpräzise Kommunikation an der Motivation nagt ebenfalls. Leider zeigt sich in der Realität, dass vielen Führungsleuten dies nicht klar ist und deshalb auch immer wieder unnötige Pannen entstehen.

Nur wer seine Ziele kennt und kommuniziert, kann den Weg gestalten. Das gilt nicht nur im Job, sondern in allen anderen Belangen des Lebens.

Die Autoren bringen es treffend auf den Nenner: Gelungene interne Kommunikation muss: regelmäßig, ergebnisorientiert, direkt, ebenbürtig und nachvollziehbar sein.

Jedem Boss sollte klar sein, dass mangelnde Mitarbeitermotivation zur inneren Kündigung der Mitarbeiter führt und damit mittelfristig zum Aus des Unternehmens.

Motivieren aber kann nur derjenige, der sich selbst leitet. Es ist nicht uninteressant zur Kenntnis zu nehmen, dass sich aktiv motivierte Menschen besser erforscht haben und eher wissen was sie antreibt.

Die Autoren unterstreichen, dass diejenigen, die Zugang zu sich selbst haben, eine größere Durchsetzungsfähigkeit, mehr Flexibilität und innere Harmonie besitzen. Leistungsorientiertes Handeln entsteht primär durch selbst bestimmte Motivation, deren Folge das völlige Aufgehen in der Tätigkeit ist.

Führungskräften sollte das bewusst sein und sie sollten ihre Mitarbeiter entsprechend motivieren.

Teamtraining bewirkt, dass man wettkampftauglich bleibt. Die Autoren zeigen auf, worauf ein Boss achten soll, wenn er ein solches Teamtraining durchführt. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass nicht jede Anerkennung positiv wirkt. Zwischen Lob und positiver Verstärkung gibt es einen gravierenden Unterschied. Weshalb positive Verstärkung motivierender wirkt als Lob wird dezidiert erklärt.

Chefs sollten sich klar machen, das Orientierungslosigkeit der Mitarbeiter nicht selten Hand in Hand gehen mit Phrasen und unverständlichen Abstraktionen, die Führungsleute benutzen, wenn sie mit ihren Mitarbeitern sprechen.

Die Autoren vermuten nicht unbegründet, dass so manch einer seine Unfähigkeit hinter möglichst vielen, wichtig klingenden Worten versteckt. Anglizismen werden benutzt, deren Bedeutung im Deutschen nur unzureichend definiert ist, Zitate werden vermurkst, Sätze bis in die Unendlichkeit verschachtelt und die Aussagen durch Worthülsen verstümmelt.

Bleiben Sie nicht länger einer Phrasen-dresch- Maschine sondern bemühen Sie sich, um eine klare Diktion. Sinn von Kommunikation ist, dass das Gegenüber versteht, was gesagt wird.

Nur auf diese Weise kann ein konstruktiver Dialog entstehen.

Leider ist es nicht möglich an dieser Stelle alle 33 Stolpersteine auszudiskutieren, sondern nur anhand einiger Beispiele zu skizzieren worum es in diesem Buch geht.

Sehr gut ist die Darstellung von Kommunikationsblockaden und anderen Gesprächskillern, die für alle Menschen, nicht nur für solche, die andere führen sollen, Gültigkeit haben.

Wer in Verhandlungen geht möge Folgendes beherzigen: 1. Sei freundlich 2.Sei nicht neidisch 3. Lass Dich nicht provozieren 4. Sei nachsichtig.5. Sei berechenbar.

Lackner/ Triebe erläutern überzeugend, weshalb es so wichtig für den Erfolg einer Verhandlung ist, sich demgemäß zu verhalten.

Kooperationsbereitschaft ist das A und das O in ernst gemeinter Interaktion. Wer das nicht begreift, sollte sich lieber zunächst in eine Tonne setzten, lesen und über sich selbst nachdenken.

Dieses Buch könnte dabei helfen zu bemerkenswerten Ergebnissen zu gelangen.

Empfehlenswert!




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