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Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Zürich und Umgebung von Roland Spoerri

Setzen Sie sich doch aufs " Goethe-Bänkli" in Stäfi , trinken ein Glas Pinot aus Herrliberg und genießen die Spätsommersonne.,

Das Leben kann schön sein:-)))

Die von mir sehr geschätzte Serie "Eine kulinarische Entdeckungsreise", führt mich diesmal nach Zürich und Umgebung. Der Autor Roland Spoerri und der Fotograf Björn Kray Iversen stellen diese Region lukullisch näher vor, berichten aber auch immer wieder über die Schönheit der Landschaft und über die Sehenswürdigkeiten vor Ort. Auf den ersten Seiten kann man sich auf einer Karte einen Überblick verschaffen. Die Zahlen auf dieser Karte sind identisch mit den Seitenzahlen der einzelnen Betriebe in diesem Buch und bezeichnen ihre Lage in Zürich und Umgebung.

Zürich und seine Umgebung warten mit großen kulturellen Institutionen wie dem Züricher Kunsthaus, dem Rietberg-Museum, der Züricher Oper und dem Reinhard-Museum in Winterthur auf. Aufgrund der hohen Lebensqualität ist diese Gegend von vielen Weltbürgern zu ihrer zweiten Heimat auserkoren worden. Das Kanton Zürich liegt in seinen wesentlichen Teilen im Schweizer Mittelland und verfügt über gemeinsame Grenzen mit den Kantonen Aargau, Zug, Schwyz, Thurgau, St. Gallen und Schaffhausen. In zwei Abschnitten bildet er zwischen Kaiserstuhl und Neuhausen längs des Rheins die Landesgrenze nach Deutschland.

Zürich ist die größte Stadt in diesem Kanton. Man erfährt Wissenswertes über die Geschichte der Stadt, über Kunst und Kultur und über Ausbildungs- und Forschungsstätten, bevor man einige sehr gute Hotels sowie Restaurants kennenlernt und diverse exzellente Rezepte von deren Chefköchen präsentiert bekommt, um eine Vorstellung zu entwickeln auf welchem Niveau in diesen Häusern gekocht wird. Mir gefällt von der Beschreibung her das "Hotel zum Storchen" besonders gut, allein wegen seiner traumhaften Lage. Das beigefügte Rezept Fredi Nussbaums überzeugt durch feine Aromen: "Zanderfilet mit grünem Spargel, Morcheln und Risotto". Sehr delikat. Die Weinkarte soll nahezu alles enthalten, was verwöhnte Nasen und geübte Gaumen erfreut. Hervorgehoben werden roter und weißer Tessiner Merlot, der auf dem zum Schwesterhotel "Castello del Sole" gehörenden Weingut "Terrini alla Maggia" gekeltert wird.

Informiert wird man über Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Zürich und man erhält einen Eindruck von der "Confiserie Sprüngli". Dieser Pralinenhersteller genießt seit vielen Jahrzehnten Weltruf. Der Name steht für über 170 Jahre Familientradition. Höchste Qualitätsansprüche an die Produkte und die verwendeten Rohmaterialien, wie auch hinsichtlich der Produktbedingungen, die bei einem Anteil von 90% Handarbeit ganz besonders auf die Wahrung der handwerklichen Tradition ausgerichtet sind, sprechen eine klare Sprache.
Bestens beschrieben werden die Züricher Wochenmärkte sowie diverse Züricher Stadtteile und Quartiere. Die vielen guten Restaurants haben mich wirklich überrascht. In keiner einzigen deutschen Stadt gibt es eine solche Anhäufung guter kulinarischer Adressen. Besonders begeistert hat mich die Beschreibung des " Romantik Hotels Florhof", das am Rande der Altstadt gelegen ist. In diesem 450 -jährigen Patrizierhaus kann man sich ganz gewiss wohl fühlen. Das feudale Speisezimmer der Herrschaftsvilla, wird von den Farben blau , beige und gelb dominiert und bietet mit seinem bourgeoisen Dekor Platz für 45 Gäste. Sehr einladend erscheint mir auch das "Restaurant Zunfthaus zum Grünen Glas", aber auch das "Restaurant Hirschberg".
In der Folge wird das linke Zürichseeufer sowie das Sihltal aber auch das rechte Zürichseeufer näher vorgestellt. Das Klima zwischen Zollikon und Rappertswill gilt als sehr gesund, sonnig und mild und eignet sich bestens für den Weinanbau. Übrigens unterbrach Goethe seine Reisen gerne in Stäfa am Zürichsee, wo er im großväterlichen Haus seines Freundes Heinrich Meyer weilte. Das "Goethe-Bänkli" kann man dort heute noch bestaunen.
Sollte ich mal nach Zollikon reisen, würde ich dort gewiss das "Gasthaus zum Rössli" aufsuchen. Das Haus wurde 1562 erbaut und ist mit viel Liebe eingerichtet worden, wie die Fotos dokumentieren. Die Speisekarte klingt vielversprechend. Das "Restaurant zum Pflugstein" in Erlenbach besticht durch seinen Panoramablick, das Ambiente des Speiseraums gefällt mir wegen seines dezenten Stils.
Die Fischerei und die Fauna des Züricher Sees werden in Augenschein genommen. Hier liest man von Schleien, Schwalen, Brassen und Brachsmen, von Kormoranen, verschiedenen Reiher und Möwearten und dergleichen mehr. Die Reise führt den Leser auch in das Züricher Unterland, Ratzfeld und in Züricher Weinland. Knapp 200 ha Wein wird zwischen Winthertur und Schaffhausen angebaut, worin sich der Name der Region begründet haben dürfte. Es werden diverse Weingüter vorgestellt und immer wieder hervorragende Restaurants fokussiert. Sehr neugierig hat mich die Beschreibung des Restaurants "Il Casale" in Wetzikon gemacht. Dort agiert der Kochkünstler Antonio Colaianni. Er beschreibt seine mediterrane Kochkunst mit "Modernità e tradizione".

Dieses Buch hat mich davon überzeugt, dass das Niveau der Esskultur im Kanton Zürich so hoch wie kaum anderswo in Europa angesiedelt ist. Die den Restaurantbeschreibungen beigefügten Rezepte lassen sich gut nachvollziehen. Das Rezept für das "Züricher Kalbsgeschnetzeltes" ist besonders einfach nachzukochen. Ein lukullisches Highlight sind die "Schlemmerrösti", deren Rezeptur Sie auf Seite 165 finden. Die Rezepte für Fisch in diesem Buch sind alle exzellent, die gilt besonders für das " Zanderfilet mit frischen Eierschwämmli auf Blattspinat".

Mich entzücken übrigens die vielen Diminutive der Schweizer. Wer so liebevoll spricht, dessen Herz ist gewiss keine Mördergrube.:-))








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