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Orgasmus total von Nicci Talbot

 Achten Sie auf die Reaktion Ihres Partners, um herauszufinden, was ihn erregt. 

Nicci Talbot befasst sich in diesem Buch mit dem schönen Phänomen des Orgasmus. 

Unter diesem Begriff versteht man laut Duden den Höhepunkt der geschlechtlichen Erregung. 

Für die Autorin ist der Orgasmus ein körperliches, seelisches und geistiges Erlebnis, das die Schauspielerin Mae West mit dem Satz kommentierte: " Ein Orgasmus am Tag, mit dem Arzt keine Plag ".


Wilhelm Reich stellte als erster den Zusammenhang zwischen dem Orgasmus und der geistigen Gesundheit her. Er begriff Neurosen als Hindernisse auf dem Weg zum totalen Orgasmus.


Ein Orgasmus am Tag versorgt u .a. den ganzen Körper mit Energie, erhöht die Herzfrequenz und mindert Stress und Spannungen. Er erhöht den Serotoninspiegel und das Testosteron.


Sexuell aktive Menschen leben länger und werden seltener krank. Wer dreimal in der Woche Sex hat, hat die Chance 10 Jahre jünger aussehen.


Die Autorin schildert ganz konkret, was rein mechanisch beim Orgasmus von Mann und Frau abläuft, um dann die vier Reaktionsphasen der sexuellen Stimulation näher zu erläutern. Dargelegt werden, die Erregung, das Plateau, der Orgasmus, die Entspannung.

Talbot erklärt zunächst die Ursachen von Orgasmusstörungen, um sich dann schließlich der Beschreibung von Selbstbefriedigung zuzuwenden. Sie schreibt über Vibratoren, Massagegeräte, Liebesperlen und Glasdildos, bevor sie sich zur Klitorismassage und in der Folge zu dem so genannten G-Punkt und dessen Stimulans äußert.

Textliche Aufklärungen für ein zufrieden stellendes Vorspiel, bei dem Küssen bis zum Wahnsinn, Cunnilingus und Fellatio nicht fehlen sollten, werden von Fotos begleitet, die vom ästhetischen Gesichtspunkt sehr ansprechend sind.

Die tantrische Genitalmassage ist eine interessante Methode für den Mann seiner Partnerin Lust zu spenden. Sie sorgt dafür, dass der gemeinsame Orgasmus noch intensiver wird. Was dabei zu tun ist, wird sehr gut erläutert.

Die Autorin thematisiert des Weiteren sexuelle Fantasien, die sie als Aphrodisiaka begreift, weil sie ungewohnte Situationen enthalten.

Duftöle, Speisen, Sexspielzeug und Wäsche werden ebenso zum Thema gemacht wie Rollenspiele und die Sprache beim Sex. Danach wird über die unterschiedlichsten Möglichkeiten zum Orgasmus zu gelangen, breit gefächert aufgeklärt.

Wenn bei Frauen die Klitoris optimal stimuliert wird, spüren sie den Orgasmus in der gesamten Vulva: in den Schamlippen, in der Klitoris und in der Vagina.

Wie die optimale Stimulans erfolgt, erklärt die Autorin sachlich detailliert.

Im Unterschied zum klitoralen Orgasmus bewegt sich beim vaginalen Orgasmus die Gebärmutter nach unten. Welcher Orgasmus nun intensiver ist, muss jede Frau für sich entdecken.

Wie man den G-Punkt der Frau stimuliert, wird ebenso erklärt, wie die Praxis des " gemischten Orgasmus " bei dem Klitoris und Vagina gleichzeitig stimuliert werden. Diese Verbindung versetzt den Körper einer Frau noch besser in Ekstase.

Brust- und Analorgasmen von Frauen sind ebenfalls Themen für die Autorin, dann jedoch widmet sie sich dem manuellen Orgasmus des Mannes.

Frauen empfiehlt sie ihren Partner zunächst beim masturbieren zuzuschauen, um zu ermitteln, was ihm gut tut.

Beim oralen Orgasmus rät Talbot insbesondere zur Stimulans des Bändchens, weil dies den Mann wohl am meisten erregt.

Die Sexualforscher Steve und Vera Bodansky konstatieren, ein Orgasmus könne zwischen zwei Minuten und drei Stunden und noch länger dauern. Wie erreicht man den so genannten IVO den " intensiv verlängerten Orgasmus "?

Dieses Geheimnis lüftet die Autorin für den Leser, das ich allerdings an dieser Stelle nicht preisgeben werde.

Bemerkenswert sind übrigens auf den letzten Seiten des Buchs die Tao-Stellungen für den Orgasmus, aber auch einige Kamasutrastellungen, die genau textlich erläutert werden. Diese Stellungen sind keine Turnübungen, sondern Möglichkeiten, um gemeinsam den optimalen Orgasmus zu erlangen.  

Sehr aufschlussreich sind die Zeichnungen der weiblichen und männlichen Anatomie, sich in diese zu vertiefen kann kein Nachteil für das praktische Tun sein. 

Wichtig bei allem ist natürlich ein positives emotionales Miteinander und körperliche Unverkrampftheit.






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