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Rezension: Männer verstehen in 60 Minuten von Jonathan Byron

" Einen Mann lernt man kennen im Spiel, auf der Jagd und in der Liebe". ( Sprichwort),

Angela Troni beschreibt in diesem amüsanten Büchlein Männertypen und weist auf Verhaltensmuster hin, die man im Umgang mit diesen tunlichst unterlassen sollte, sofern man Konflikte mit ihnen vermeiden möchte.

Die Autorin macht unmissverständlich klar, dass Männer anders denken und handeln als Frauen und zeigt dies an vielen Beispielen.

Die gängigsten Männertypen sind der Geck, der Macho, der Frauenversteher, der Obercoole, der Witzbold, der Weinkenner, der Hypochonder, der harten Hund, der Supermann, der Aufreißer, das Sport-As , der Schweiger und Mr. Tausendprozent.

Nicht unerwähnt lässt Troni , dass es natürlich noch eine Vielzahl anderer Männertypen gibt, so etwa den Scharlatan, den Schwätzer, das Muttersöhnchen, den Ehrgeizling, den Verklemmten, den Unterdrücker, den Herdentriebgesteuerten etc.

Allen Männern gemeinsam (Ausnahmen bestätigen die Regel- :)), ist, dass sie in erster Linie auf der Sachebene kommunizieren, während Frauen gerne durch die Blume und von daher auf der Gefühlsebene sich gedanklich austauschen. Männer wollen nicht zwischen den Zeilen lesen und noch weniger Metamitteilungen interpretieren.

Die Autorin weiß, dass sich Männer in der Regel ungern etwas von der Seele reden und im Übrigen mit hypothetischen Fragen, wie Frauen sie gerne stellen, überfordert sind.

Wer als Frau ein angenehmes Klima zu Männern schätzt, ist gut beraten einige Grundsätzlichkeiten zu überdenken, was keineswegs bedeutet, dass Sie, liebe Leserinnen, sich verstellen sollen.

Man sollte sich klarmachen, dass Männer nicht gerne ihre Gefühle ergründen oder gar ihre Ängste betrachten. Zwar sind Männer extrem sensibel, vor allem hinsichtlich ihrer eigenen Befindlichkeit, aber sie möchten darüber nicht sprechen, denn sie verabscheuen Mitleid.

Umerziehungsversuche führen zu nichts außer Ärger.

Im privaten Bereich bergen sämtliche Situationen, in denen eine Frau einem Mann überlegen ist, hohes Konfliktpotential. Auf beruflicher Ebene haben sich Männer, so die Autorin, mittlerweile daran gewöhnt mit Frauen zu konkurrieren. Privat fühlen sie sich schnell minderwertig und entwickeln das Gefühl nicht gebraucht zu werden. Daraus gilt es Konsequenzen zu ziehen, damit der Haussegen nicht in Schieflage gerät.

Männer neigen selten dazu an ihrer Frau herumzunörgeln, weil sie ihre Wahl durch ein solches Verhalten nach ihrer Logik in Frage stellen würden. Deshalb sind sie auch ein wenig toleranter in ihren Partnerschaften. Frauen sollten analog handeln, das würde ihnen eine Menge Stress ersparen.

Männer scheinen mehr Rückzugsräume als Frauen zu brauchen. Man sollte sie ihnen großzügig einräumen, niemals versuchen einen Mann zu kontrollieren, ihn an die kurze Leine zu nehmen oder über seinen Tagesablauf bestimmen. Solches Tun führt zu viel Verdruss.

Ich will nicht zu viel aus dem Buch berichten. Soviel nur, Tronis Betrachtungen decken sich mit meiner Lebenserfahrung.

Ein interessantes Büchlein, besonders für junge Frauen. Natürlich werden auch ältere Mädels vielleicht noch das ein oder andere Aha-Erlebnis bei der Lektüre kriegen.

" Alles verstehen heißt alles verzeihen ", sagte einst Madame de Stael. Dieses Buch hilft Ihnen das Anderssein von Männern zu verstehen und lässt Sie nachsichtiger mit den Jungs umgehen.















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