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Rezension: Das Drama mit den Hochbegabten. Zwischen Genie und Leistungsverweigerung

Ikarus fiel vom Himmel als er einen Bürokraten, konkret einen hirnlosen Formalisten  sah. Daraus sollten  sollten hochbegabte Menschen lernen. Lassen Sie sich von blöden Formalisten nicht beeindrucken.

Der Autor dieses Buches stellt fest, dass es weltweit 180 Millionen hochbegabte Menschen gibt, d. h. Personen mit einem Intelligenzquotienten von über 130 Punkten.

Nur 60 Millionen besagter Zeitgenossen befinden sich in Spitzenpositionen, 120 Millionen verwerten ihr Potential bloß bedingt oder gar nicht. Ursache dieses Verhaltens sind Blockaden, die es natürlich abzubauen gilt, nicht zuletzt durch kreatives Schreiben, wie der Autor meint.

Im Selbsttest hat der Leser die Chance zu ermitteln, ob er möglicherweise zu den beschriebenen Überfliegern zählt und sollte , wenn er 84 von 90 Fragen mit " ja " beantwortet hat, allmählich überlegen, ob er weiterhin Gott einen guten Mann sein lässt oder stattdessen das Rad neu erfindet.

Amüsante Ausflüge in die griechische Mythologie und hübsche graphische Darstellungen lockern den Text zum Thema " Hochbegabung " auf und verdeutlichen, dass überdurchschnittlich intelligente Leistungen so alt sind , wie die Menschheit selbst.

Die Zeittafel zum Thema Hochbegabung im Anhang, wie auch das Glossar hätte der Autor sich ersparen können, um stattdessen beispielsweise Reflektionen zum Thema " Die Hierarchie der Unfähigen " vorzunehmen. Dieses leidige Phänomen in unserer Gesellschaft bildet vermutlich, neben dem mittlerweile nahezu unentwirrbaren Geflecht aus Nepotismus und Korruption, die eigentliche Blockade gegenüber Talent und Hochbegabung.

Dennoch ein lesenswertes Buch!




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