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Rezension: DVD: Master & Commander - Bis ans Ende der Welt

Ohne Respekt keine Disziplin

Peter Weir ist der Regisseur dieses überaus spannenden und dabei sehr nachdenklich stimmenden Seekriegs -Abenteuer- Films, der nichts für zart besaitete Gemüter ist.

Man schreibt das Jahr 1805. Der britische Marinekapitän Jack Aubrey ( Russell Crowe) befindet sich mit seiner Mannschaft im Südpazifik auf einem beeindruckenden Segelschiff der englischen Krone. Im Südpazifik trifft er auf ein seinem Schiff technisch überlegenes französische Kriegschiff.

Gezeigt werden die kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem Gegner. Offengelegt werden die Strategien und damit auch Listen, die angewendet werden, um den Gegner zu besiegen.

Thematisiert wird des Weiteren welche Mittel der britische Kapitän nutzt, um sich die Autorität auf seinem Schiff zu sichern. Dort besteht während der gesamten Filmhandlungsdauer das Risiko der Meuterei.

Aubrey weiß, dass Respekt die Grundvoraussetzung für Disziplin ist und verschafft sich diesen, indem er respektlose Mannschaftsmitglieder ausprügeln lässt. Tyrannei allerdings verabscheut Aubrey, denn auch diese hätte Meuterei zur Folge. Aubrey vergisst nie sein Ziel.

Sein Verstand arbeitet präzise. Er lässt sich bei seinem Tun nicht von Gefühlen leiten, obschon er nicht gefühllos ist.

Großes Vorbild für ihn, auch für die jungen Offiziere ist der englische Seeheld Lord Nelson.

Die Mannschaft ist sehr abergläubisch und trunksüchtig. Aubrey akzeptiert beides, solange sich das Verhalten nicht negativ auf seine Mission auswirkt. Diese besteht darin England vor Napoleon zu schützen.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen werden sehr realistisch dargestellt, man sieht das Gemetzel, den Schmerz, das Blut und die vielen Toten auf beiden Seiten und erlebt wie die Schwerverletzten ohne Narkose zusammengeflickt werden oder ihre Gliedmaßen abgeschnitten bekommen, um sie vom Wundbrand zu schützen.

Immer wieder werden die Seefahrer von Orkanen heimgesucht. Mutig trotzen sie der tobenden See, nicht zuletzt weil sie ihr Schiff als ihr eigentliches Zuhause begreifen.

Ein kurzer Aufenthalt auf den Galapagosinseln erinnert an das friedliche Paradies von dem Menschen immer träumen, aber das sie aufgrund der Erbsünde offenbar niemals finden werden.

Nicht kriegsverherrlichend, insofern empfehlenswert.







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