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Rezension: Das Zeitalter Rembrandts von Marian Bisanz-Prakken

"An meinen Bildern müßt ihr nicht schnüffeln, die Farben sind ungesund.." ( Rembrandt),

Das Zeitalter Rembrandts " ist der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Albertina in Wien vom 4.3. bis 22.Juni 2009.

Gezeigt werden 140 Werke von 60 Künstlern aus dem Albertina- Bestand der niederländischen 17. Jahrhunderts.

Dabei handelt sich um Gemälde von: Henrik Averkamp, David Bailly, Ludolf Bakhuizen, Gerrit Battem, Cornelis Bega, Abraham Begeyn, Nicolaes Berchem, Jan de Bisschop, Abraham Bloemaert, Moses ter Borch, Jan Both, Salomon de Bray, Bartolomeus Breenbergh, Jan Bruegel I, Maeten de Cock, Gillis van Coninxloo, Aelbert Cuyp, Lambert Doomer, Henrik Dubbels, Cornelis Dusart, Gerbrand van den Eeckhout, Allart van Everdingen, Govaert Flinck, Jacques de Gheyn II, Hendrick Goltzius, Jan van Goyen, Joris van der Haagen, Herman Henstenburgh, Jan van der Heyden, Gillis de Hondecoeter, Jan van Huysum, Valentijn Klotz, Philips Konick, Johannes Leupenius, Nicolaes Maes, Jakob Matham, Frans van Mieris I, Pieter de Molyn, Michiel van Musscher, Aert van de Neer, Adrian van Ostade, Issac van Ostade, Cornelis van Poelenburch, Roelant Roghman, Willem Romeijn, Jakob van Ruisdael, Abraham Rutgers, Salomon van Ruysdael, Pieter Saenredam, Herman Saftleven, Jakob Savery, Roelandt Savery, Daniel Schellinks , Willem Schellinks, Hercules Seghers , Jakob Toorenvliet, Lucas van Valckenborch I, Adrian van der Velde, Esaias van der Velde, Jan van der Velde II, Wiiem van der Velde I, Willem van der Velde II,David Vinckboons, Cornilius Fischer, Simon de Vlieger, Cornelius Vroom, Anthonie Waterloo, Cornelius van Wieringen, Pieter Withoos und Joachim Wtewael.

Der Katalog ist untergliedert in : Tradition und Aufbruch, Aspekte des frühen Realismus, Jan van Goyen und sein Kreis, Rembrandt Harmensz. Van Rijn, Bildnis , Figur und Genre, Die Vielfalt der Landschaft, Das Marinebild, Die Niederländer und Italien und das Stillleben.

Zu diesen Themenkreisen werden die Bilder der oben angeführten Maler gezeigt und erörtert. Außerdem erhält man aufschlussreiche Informationen zu den einzelnen Künstlern.

Ferner ist im Buch ein Vorwort, eine erhellende Einführung, eine umfangreichen Bibliografie, ein Abbildungsnachweis und ein Künstlerverzeichnis enthalten.

Der Kristallisationspunkt der Ausstellung ist eine Gruppe von Gemälden, Zeichnungen und Radierungen Rembrandts (1606-1669). Er führte als genialer Einzelgänger die vielfältigsten Anregungen zu einer einmaligen Synthese.

Unmöglich auf die Gemälde im Buch hier im Einzelnen näher einzugehen.

Hervorheben möchte ich eine ausgesprochen niederländische Bildergattung- die Marinebilder und - zeichungen . Es handelt sich hierbei um eine Darstellung von Handels- und Kriegsschiffen aber auch um die Wiedergabe von Seeschlachten, die nicht selten mit dem Ausdruck nationalen Selbstbewusstsein verknüpft sind. Als Metaphern für die Relativität jedes menschlichen Strebens galten Schiffe in Seenot. Vielen Künstlern wurde die Chance geboten ihr Können im Hinblick auf die Wiedergabe von wechselnden Lichtstimmungen, dramatischen Wolkenhimmeln und atmosphärischen Weiten unter Beweis zu stellen.

In der Kunst des Goldenen Jahrhunderts nimmt das Bauerngenre einen eigenen Platz ein, welches sich aus der allegorischen Tradition des flämischen 16. Jahrhunderts heraus zu einer eigenständigen, realistischen Bildgattung entwickelt hat. Bezeichnend ist die häufige ungehemmte Gesicht- und Körpersprache.

Wunderschön sind die dekorativen Obst- und Früchtestillleben und die höchst kultivierten Blumenarrangements.

Ein gelungenes Panaroma der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts.

Rezension Helga König






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