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Rezension:Ein trügerischer Sommer (Gebundene Ausgabe)

Das erhellende Licht des Südens
Ort dieser Romanhandlung ist Südfrankreich. Der Erzählzeitpunkt ist ein Sommer Ende der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. "Ein trügerischer Sommer" ist der zweite Teil eines Fortsetzungsromanes der Schriftstellerin Sybille Bedford, die hinreissend bissige, wirklich intelligente Dialoge zu schreiben vermag.

Berichtet wird in erster Linie von der frühreifen Flavia, die dort den Sommer- aus im Roman näher angeführten Gründen- , ohne ihre Mutter ( genannt: Constanze, der Liebling der Götter) unbeaufsichtigt verbringt .

Flavia, die junge Intellektuelle, möchte in Oxford studieren und später Schriftstellerin werden. Hier in Südfrankreich will sie sich mental auf ihr zukünftiges Leben vorbereiten. Das hindert sie aber nicht daran ihre Sexualität näher kennenzulernen und dabei durchaus auch ungehemmt gleichgeschlechtliche Neigungen auszuleben. Ihren Freundeskreis findet sie in der dortigen Kunstszene.

Flavia, das Enkelkind aus italienischem Fürstengeschlecht reflekiert die Beziehung zu ihrer Mutter als auch zu ihrer Großmutter und erscheint dabei in ihrem Habitus wesentlich reifer als Constanze, von der Flavia glaubt sie fortdauernd beschützen und verteidigen zu müssen.

In den bereits erwähnten hervorragenden Dialogen wird die politische und wirtschaftliche Lage der damaligen Zeit erörtert, über Kunst und Literatur gesprochen und das mondäne gesellschaftliche Leben der Akteure scharfzüngig analysiert.

Empfehlenswert!





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