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Rezension Wunderschöner Harz

Dieser kleine, bemerkenswerte Bildband beinhaltet eine Fülle schöner Fotos mit Motiven aus dem Harz, die von knappen , dabei aber höchst informativen dreisprachigen Texten ( deutsch- englisch- französisch)  des Autoren Hans-Peter Gutmann begleitet werden. Auf den ersten beiden  und den letzten beiden Seiten des Buches erhält man einen Gesamtüberblick hinsichtlich der fokussierten Region durch entsprechendes Kartenmaterial.

Mit zwei eindrucksvollen Bildern von Göttingen sowie dem Hinweis, dass Goethe von dieser Stadt träumte, und Heinrich Heine sie verspottete, beginnt der Reigen. Der Blockberg wird thematisiert. Dort versammeln sich in der Nacht zum 1. Mai jedes Jahr die Hexen, um zum Brocken zu fliegen und sich mit dem Teufel zu vermählen, wie jedes Kind bereits weiß.

Schloss Wernigerode kannte ich bislang noch nicht . Es soll so eine Art "Neuschwanstein " Norddeutschlands sein. Die Bilder von Wernigerode selbst  zeigen eine wunderschöne Fachwerkstadt, die es sich ganz gewiss zu besuchen lohnt.  Den kleinen Wasserfall von Bad Harzburg kennen ich, wie auch die Kurstadt, die wegen ihrer Heilquellen berühmt geworden ist. Schön , dass man die Trinkhalle abgelichtet hat.

Goslar musss man besuchen. Diese Stadt war die Lieblingsresidenz Heinrichs I. und III.. Das mittelalterliche Stadtbild blieb weitgehend erhalten. Man lernt im Buch das prunkvolle Gildehaus der Tuchhändler, die Marktkirche und das Stammhaus der Industriellenfamilie Siemens von 1683 kennen, natürlich auch die Kaiserpfalz.

Berkwerke und Berkwerksmuseen bleiben nicht ausgespart, auch  nicht das Welfenschloss Herzberg und auch nicht die  "Hermannshöhle", ein Tropfsteingebilde, sowie die eiszeitliche "Einhornhöhle". Ich werde nicht alle Burgen aufzählen, die im Buch abgelichtet sind, auch nicht alle mittelalterlichen Fachwerkorte. Aschersleben möchte ich aber hervorheben  und auch Stolberg, ein Ort, der wegen seiner Fachwerkhäuser als die Perle des Harzes bezeichnet wird.

Das Kyffhäuser-Denkmal bereitet mir Bauchschmerzen. Wieso lässt man Babarossa  eigentlich nicht seine wohlverdiente Ruhe? Die Barockschlösser Blankenburg sollte man besuchen und das Kloster Michaelstein auch die bizarrren Sandsteinklippen bei Blankenburg. In Thale entstand die Legende der Walpurgisnacht. Nicht bekannt war mir, dass in vorchristlicher Zeit der dortige Hexenplatz eine Opfer- und Kultstätte war.

Die Fotos und Beschreibungen von Quedlinburg haben es mir besonders angetan. leider war ich noch nicht in  in dieser uralten Kaiserstadt, aber allein der historische Markplatz, scheint eine Reise wert  zu sein. Hochinteressant finde ich auch die Westerburg im nördlichen Harzvorland. Sie ist die älteste noch erhaltene Wasserburg Deutschlands. Mittlerweile ist sie ein "Romantik-Hotel", das es sich gewiss aufzusuchen lohnt.

Ein wunderschönes Büchlein, das verdeutlicht, wie schön doch der Harz ist und dazu einlädt  all die gezeigte Orte und Plätze voller Neugierde zu bereisen.





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