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Rezension:Der Steppenwolf (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)

"Ohne Liebe zu sich selbst ist auch Nächstenliebe nicht möglich." ( Hesse), 

,Manche liebten ihn als einen feinen, klugen und eigenartigen Menschen und waren dann entsetzt und enttäuscht, wenn sie plötzlich den Wolf in ihm entdecken mussten. Und da mussten sie, denn Harry wollte, wie jedes Wesen, als Ganzes geliebt werden und konnte darum gerade vor denen, an deren Liebe ihm viel gelegen war, den Wolf nicht verbergen und weglügen. Es gab aber auch solche, die gerade den Wolf in ihm liebten, gerade das Freie, Unbezähmbare, Gefährliche und Starke, und diesen wieder war es dann außerordentlich enttäuschend und jämmerlich, wenn plötzlich der böse Wolf auch noch ein Mensch war, auch noch Sehnsucht nach Güte und Zartgeist hatte, auch noch Mozart hören, Verse lesen und Menschheitsideale haben wollte..."

Diese Stelle ist eine meiner Lieblingsstellen im Buch. Sie zeigt mir , woran die Seele eines Menschen erkranken kann.

Der Protagonist in diesem Buch ist Harry Haller . Er ist ein Außenseiter, der an seiner Zeit erkrankt. Haller ist Hesses Steppenwolf. Den Zwiespalt zwischen wölfischer und menschlicher Seele vermag er nicht zu überwinden. Schließlich flieht er aus der bürgerlichen Gesellschaft und tötet sein besseres Selbst in Form der Traumgestalt Hermines.

Haller wird, nachdem er wegen Mißbrauchs des magischen Theaters angeklagt ist, belehrt, dass Wirklichkeit und magisches Spiel nicht voneinander zu trennen sind.
Hesse zeigt in diesem Werk, dass man das Ewige nicht durch Wut gegen das Zeitliche gewinnen kann.



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