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Nordwand, DVD

Von Rattenfänger sollte man sich nie den Kopf vernebeln lassen., 1. März 2010


Die Handlung dieses packendenden Films von Philipp Stözl spielt im Olympia-Jahr 1936. Bislang hat noch hat keiner die Eiger-Nordwand bezwungen, noch gibt es kein Gipfelkreuz dort.
Die Nazis möchten anläßlich der Olympiade neue Helden für ihren germanischen Heldenmythos vorzeigen. Deutsche Bezwinger der Eiger-Nordwand kämen ihnen dabei sehr zu Pass.

Die berchtesgadener Fotojournalisten Luise (Johanna Wokolak), die in Berlin arbeitet, versucht zwei Jugendfreunde für das Unternehmen zu gewinnen. Toni (Benno Führmann) und Andi sind gute Bergsteiger, die das Können besitzen, sich auf das Wagnis einzulassen.

Toni, der Nachdenkliche von beiden, lehnt zunächst ab. Er weiß um die schnellen Wetterveränderungen an der Nordwand, weiß, dass man dort nicht alles voraus berechnen kann. Toni besteigt Berge nicht des Ruhmes und der Ehre wegen, sondern einzig zu seinem Vergnügen. Andi, weniger überlegend sowie sehr übermütig und an dem olympischen Gold als auch am gesellschaftlichen Aufstieg sehr interessiert, überredet seinen Freund mit ihm in die Schweiz zu fahren.

Mit dem Fahrrad reisen die beiden von Berchtesgaden ins Berner Oberland. Dort treffen sie auf zwei österreichische Bergsteiger, die ebenfalls von einer Goldmedaille träumen. Luise und ihr älterer Reporterkollege Arau (Ulrich Tukur) sind auch schon da. Sie leben in einem Luxushotel am Fuße der Eiger-Nordwand und wollen über das Spektakel am Berg berichten.

Philipp Stözl zeigt in seinen Bildern die Mächtigkeit des Berges und man wundert sich, wie ein vernüftiger Mensch sich einer solchen Gefahr freiwillig aussetzen kann. Die Kamara geht nah heran, zeigt wie anstrengend eine solche Bergbesteigung ist und welche Unbill die Gipfelstürmer erwarten. Steinschläge, Lawinen und anderes mehr machen ein solches Unternehmen zu keinem Spaziergang. Wird das Unternehmen glücken oder werden die Beteiligten sterben müssen?

Ein beeindruckender Film. Empfehlenswert.

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