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Rezension: Prof. Bauer: Warum ich fühle, was Du fühlst.

 Joachim Bauer, Professor für Psychoneuroimmunologie an der Uni Freiburg, verdeutlicht in diesem Buch den engen Zusammenhang zwischen der Existenz sogenannter Spiegelneuronen im Gehirn eines Menschen und der Fähigkeit sich in seine Gegenüber einzufühlen, sie zu verstehen und Feinheiten wahrzunehmen. Ohne Spiegelnervenzellen sind weder Intuition, noch Empathie möglich.

Herausgebildet werden diese Zellen im Säuglingsalter durch den engen Kontakt zu Bezugspersonen. Spontane Imitationsakte zwischen Kleinkindern und anteilnehmenden Erwachsenen fördern das diesbezügliche Zellwachstum. Findet während dieser Zeit nur ein minimaler mimischer Signalaustausch statt, wird das Kind später enorme Defizite im Umgang mit anderen Menschen aufweisen, da sich in der Folge die emotionale Intelligenz nur rudimentär entwickeln kann.

Schwere Störungen der emotionalen Resonanz machen die Aufmerksamkeit in der Schule zum Problem, erschweren Beziehungen zu den Mitmenschen oder lassen diese im Vorfeld bereits erst gar nicht zu. Autistische Gesundheitsstörungen sind nichts ungewöhnliches, wenn ein Mangel an Spiegelneuronen vorliegt.
Ein hochinteressantes Buch, das die Notwendigkeit eines liebevollen Umgangs mit Kleinkindern unterstreicht.

Ein erhellender Text zum besseren Verständnis dafür, weshalb es so manchem Erwachsenen an Einfühlungsvermögen mangelt. Wahrnehmen und positives zurückspiegeln sind das Geheimnis eines harmonischen Miteinanders. Diese Fähigkeiten müssen aus neurobiologischer Sicht bereits im Babyalter eingeübt werden, weil sich nachträglich offenbar keine diesbezüglichen Sensoren herausbilden können und ein Mangel eben dieser Sensoren oder besser - Spiegelneuronen - immer wieder beklagenswerte , zwischenmenschliche Schwierigkeiten nach sich ziehen.

Empfehlenswert!


Kommentare:

  1. Liebe Helga König,

    ich habe beobachtet, wie Sie bei allen Büchern weg vom Treppchen gevotet wurden. Ein unhaltbarer Zustand, der jetzt offensichtlich wird, wenn man sieht, wo die anderen bleiben: Sie haben Ihre Rezensionen teilweise gelöscht.

    Dieses Buch wäre vor allem jenen Mitmenschen zu empfehlen, die nur kritisieren und das Schlechte bei anderen suchen.

    Wissen Sie, warum ich bei Amazon gelöscht wurde? Ich finde das unfassbar und habe einen Verdacht. Die betreffende Dame soll allerdings wissen, dass vor dem höchsten Richter alles bekannt ist, sie wird für ihr Vorgehen recht bald die Quittung bekommen.

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  2. Hi Al-No, Prof. Bauer hat meine größte Hochachtung wegen seiner Untersuchungen im Hinblick auf die Spiegelneuronen.

    Ich schreibe in meiner Rezension: "Schwere Störungen der emotionalen Resonanz... erschweren Beziehungen zu den Mitmenschen oder lassen diese im Vorfeld bereits erst gar nicht zu. Autistische Gesundheitsstörungen sind nichts ungewöhnliches, wenn ein Mangel an Spiegelneuronen vorliegt."

    Die Erkenntnisse Bauers sollten Eltern aufhorchen lassen. Kinder benötigen Liebe, Liebe, Liebe. Man muss die Kleinen ansehen, Blickkontakt mit ihnen aufnehmen, sie streicheln, mit ihnen sprechen, wenn sie sich zu empfindsamen Zeitgenossen entwickeln sollen.

    Eltern, die Ihre Kinder nicht wirklich wahrgenommmen, sie mithin bloß versorgt haben, dürfen sich nicht wundern, wenn diese Kinder zu unangenehmen Zeitgenossen werden. Menschen suchen bei anderen das Schlechte und kritisieren sie,um von der eigenen Verunsicherung und dem Gefühl eigener Wertlosigkeit abzulenken und dieses Gefühl entsteht durch emotionale Nichtachtung im Kleinkindalter.

    Im Grunde muss man solche Menschenkinder in den Arm nehmen. Das wird mir immer klarer je älter ich werde.

    Weshalb man Sie löschte, weiß ich nicht. Sie sollten diesbezüglich einfach nachfragen.

    Ihnen einen angenehmen Tag.

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