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Why Do Architects Wear Black? von Cordula Rau

Die Trauer um die vielen, nicht realisierten Projekte." (Arno Brandlhuber),

Noch edler würde dieses Büchlein aussehen, wenn es abgerundete Buchecken hätte. Denn dann würde sich auch Zarah Hadid verewigt haben. Mir fehlt ein Inhalts- und ggf. auch ein Werksverzeichnis der befragten Architekten bzw. Künstler.
Auch wenn die erste Garde der Architekten also fehlt, ist dieses Buch ein gerne genommenes Geschenk für Freunde von mir, die im weitesten Sinne mit Architektur zu tun haben. Auf der rechten Seite sieht man die Originalhandschrift der (kurzen) Aussagen, auf der linken Seite steht dann die Übersetzung.

Trotz der kleinen Schönheitsfehler entschädigen die Aussagen für alles. Sie reichen von banal, abwehrend, neutral, unlustig bis hin zum Kern dessen, was schwarze Kleidung bei Architekten (und Künstlern generell) tatsächlich ausmachen könnte.

Albert Speer, Frankfurt, antwortet: "Weil das Leben so traurig ist." Arno Lederer meint: "Weil Architekten wenig Geld haben und Schwarz zu allem passt, kann auch etwas schmutzig sein und sieht trotzdem nobel sein." Christian Kerez hält fest: "Ich trage blau."

Ich präferiere (für mich persönlich) die Aussage von Gregor Eichinger: "damit die Augen zur Geltung kommen." Im Hinblick auf Architektur meine ich dies als richtig zu empfinden: "Schwarz ist zeitlos, so wie Architektur auch sein sollte." (Meinhard von Gerken)

Ein schönes, beachtliches Geschenk für Architekten (aber auch andere Kreative).























Coco Chanel DVD ~ Gabrielle Bonheur "Coco" Chanel

"Wenn du weisst, dass die meisten Männer wie Kinder sind, dann weisst du alles." ( Zitat: Coco Chanel)


Eine beeindruckende Dokumentation zum erfolgreichsten Modelabel der Welt, hinter dem sich der Name der Pariser Designerin Coco Chanel verbirgt. Die Dokumentation beeinhaltet Filmmaterial aus vielen Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts, aber auch imposante Fotos, zahlreiche Interviews, nicht zuletzt mit Coco Chanel, aber auch mit dem Chanel-Chefdesigner Karl Lagefeld, die verdeutlichen, dass der Erfolg des Hauses Chanel in der von Coco geprägten Philosophie der schlichten Eleganz zu suchen ist.

Der Film zeigt das Leben von Chanel, die aus einem einfachen Milieu stammt und dies in den späteren Jahren geschickt zu verbergen wusste, weil ihre Herkunft in der Upper-Class, mit der sie ihre Geschäfte tätigte, als Makel gesehen worden wäre. Nach dem ersten Weltkrieg erhält sie von einigen Beschützern genügend Geld, um in Deauville ein kleines Geschäft zu eröffnen.

Mit der Gesinnung eines "kaiserlichen Generals" (Maurice Sachs) beschließt sie den "Kaiser der Mode", Poiret le Magnifique zu entthronen und nach der Eroberung der alten Welt die neue zu annektieren. Ihre Geschichte ist zugleich die der Zwanziger Jahre. Wie "La Garconne" von Victor Marguerite, verkörpert sie die " Befreiung der Frau". Schleier, Korsett und Volants schafft sie ab und führt enganliegende Jerseys und das einfache "kleine Schwarze" ein.
Ihre Neigung zu Pierre Reverdy lässt ihre Fähigkeit erkennen, die subtilste Literatur zu verstehen. Ihre Liaison mit dem Herzog von Westminster beweist ihre Anpassungsfähigkeit an die vornehme Welt. Während des Krieges hat sie Gespräche begünstigt, mit denen versucht wurde, zu einem Separatfrieden zwischen den Achsenmächten und den Anglo-Amerikanern zu kommen.
Die Nachkriegszeit sieht ihre triumphale Rückkehr. "Mademoiselle", wie sie von ihren Verkäuferinnen genannt wird, entledigt sich ihres vertraulichen Spitznamens, erhält den Oscar der "Haute Couture" und kreiert ein Kostüm in sanften Farben, das als Modellkostüm bei allen Frauen Anklang findet. Dieses hübsche Kleidungsstück bietet der Zeit und den Unbilden der Witterung Trotz, überlebt seine Schöpferin und lässt unter der Bezeichnung "Petit Chanel" die Erinnerung an sie fortleben.

Chanel wusste ihre Zeit beruflich zu nutzen, indem sie den Stil der Zeit erkannte.Die Dokumentation verdeutlicht, dass diese aparte Frau, trotz ihrer vielen Affären, niemals den Blick für das Wesentliche verlor: ihre Arbeit und die Kultivierung ihrer kreativen Fähigkeiten. Kommentar