Posts mit dem Label kochbuchkochbuch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label kochbuchkochbuch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Witzigmann - Plachutta Kochschule: Die Bibel der guten Küche von Ewald Plachutta

Ideale Hochzeitgeschenk! Wer ledig bleiben will, sollte es sich zum Geburtstag wünschen! ,
 
Die beiden seit einem halben Jahrhundert befreundeten Spitzenköche Eckart Witzigmann und Ewald Plachutta haben es sich in diesem Buch zur Aufgabe gemacht eine alltagstaugliche Küche so zu vermitteln , dass selbst Küchen-Neulinge verstehen worum es geht, Fortgeschrittene noch einiges hinzulernen können und auch erfahrene Hobby - KöchInnen wertvolle Tipps und Anregungen erhalten.

Im kleinen 1x1 des Kochens erfährt der Leser , was man zum Kochen benötigt. Die Wahl des Herdes, des Backofens, des Mikrowellenherdes , des Dampfgarers werden hier gleich zu Anfang thematisiert. Es folgen Betrachtungen hinsichtlich elektrischer Küchengeräte, wie etwa dem Stabmixer und dem Handrührgerät und solche hinsichtlich der Auswahl von Töpfen , Bratpfannen, Pfannen und Edelstahlschüsseln, Messer-Grundausstattungen, Schöpfggeräten, Sieben, Reibe- und Schneidegeräten, Formen, Messgeräten , Zubehör für Fortgeschrittenen ( hierzu zählen z.B. ein Austernöffner,und eine Dressiernadel) und diversen kleinen Helfern( wie etwa das gute alte Nudelholz, die Knoblauchpresse und der Spargelschäler).


Anschießend werden die wichtigsten Handgriffe Küche gezeigt. Diese Arbeitsabläufe kann man bildlich nachvollziehen. Wie sticht man einen Apfel aus? Wie filetiert man Orangen oder Paprika? Wie passiert man Suppen, wie schäumt man sie auf? Man bekommt u.a. erklärt , wie man Suppen und Saucen bindet und montiert, wie man Eier warm aufschlägt und Gelantine fachgerecht zum Schmelzen bringt. Auch erlernt man richtig zu schneiden . So ist es generell wichtig mit raschen , ziehenden Bewegungen zu schneiden und Braten nicht zu heiß zu schneiden, weil durch die fliehende Hitze das Fleisch austrocknet.

Die Kunst des Würzens wird in der Folge beleuchtet und in diesem Zusammenhang die wichtigsten Kräuter und ihre Verwendungsmöglichkeiten genannt. Auch aufgeführt werden im Vorfeld die wichtigsten Fleischteile, wie etwa der Tafelspitz, die Nuss und das Bürgermeisterstück.


Wer ohne Stress kochen möchte, sollte die Übersicht bewahren und seinen Arbeitsplatz ökonomisch organisieren. Die beiden Spitzköche zeigen , wie das funktioniert, bevor man erfährt, was man unter dem Begriffen Blanchieren, Pochieren, Kochen, Dämpfen, Garen im Wasserbad, Garen in der Folie, Dünsten, Schmoren, Frittieren, Braten in der Pfanne, Garen im Wok, Dünsten, Grillen unter der Haube, Grillen im Rost, Grillen am Spieß, Braten im Ofen und das ganze im Niedrigtemperaturgang versteht.

Nachdem man dieses Küchen 1x1 erlernt hat, kann man sich den vielen Rezepten zuwenden, die in Kalte Speisen, Warme Speisen und Süße Speisen untergliedert sind. Schön ist, dass bei vielen Gerichten, die Arbeitsschritte visuell nachvollzogen werden können und die Beschreibungen immer wieder in einen vorbereitenden ,einen zubereitenden und einen anrichtenden Teil dargestellt sind.

Man lernt die Rezepte der besten Mayonaisensaucen kennen, Gelees und Sülzen zuzubereiten, Buttermischungen herzustellen und pikante Cremes ( für Vorspeisenfülllungen) zu kreieren. Pestos kann man dank der Kochschule zukünftig selbst zubereiten und man weiß welche Öle für welche Salate am geeignetsten sind. Man lernt die wichtigsten Salatsorten kennen und weiß, wie man die besten Salatdressings anrührt. Crostinis , Croutons und Chips braucht man auch nicht mehr fertig zu kaufen.


Der Leser weiß um die Zubereitung von Beilagesalaten, mariniertem Gemüse, Tatar ( auch vom Fisch), lernt feinstes Carpaccio auf den Teller zu bringen und diesem einen pikanten Pfiff zu verleihen. Mousses und Farcen und Terrinen sind ohne große Schwierigkeiten herstellbar. Eine Fischterrine mit Lachseinlage oder aber eine Pilzterrine wird Gäste gewiß begeistern.

Die warmen Gerichte beginnen mit Eierspeisen, Suppen und deren Einlagen , gefolgt von Fonds und Saucen , bevor man sich den Fisch- und Fleischgerichten zuwendet.Aufgezeigt wird zunächst, welche Fische die wichtigsten Süß- und welche die wichtigsten Salzwasserfische sind. Anschließend wird dargelegt, wie man Fische vorbereitet, filetiert , brät, auf dem Rost grillt , pochiert, dämpft, dünstet, ect.


Die Seezungenrolle in Alufolie ist ein Gericht für Fortgeschrittene, Anfänger können " Gedämpftes Lachsfilet mit zartem Gemüse" ohne Schwierigkeiten auf den Weg bringen.  Garnelen, Hummer und Scampigerichte, aber auch Muschelrezepte lernt man kennen und weiß wie man Tintenfische punktgerecht zubereitet. 
Bei den delikaten Fleischgerichten wird ebenfalls jeder Arbeitsschritt genau verdeutlicht. Die Zubereitung eines Bratens - selbst eines Kalbsnierenbratens oder einer gefüllten Kalbsbrust - wird dem Leser zukünftig leicht von der Hand gehen.

Auch Haus- und Wildgeflügel kann in vielen Variationen interpretiert werden, die klassische Rinderroulade, das Rehragout und der Hackbraten sind auch kein Thema mehr. Wohlschmeckende Gerichte aus Innereien wie "Kalbsbries in Kräutersauce" oder "Kalbsnierenscheiben mit Calvadossauce und grünem Pfeffer" warten ebenso darauf zubereitet zu werden, wie ein Fülle von Gemüse- und Pilzrezepten. Das " Steinpilzgröstl" schmeckt so lecker, dass man sich fast entschließen könnte Vegetarier zu werden.

Weiterhin lernt man frische Nudeln und Pastasaucen aber auch Reis und Risotto- Gerichte zuzubereiten . Hülsenfrüchte und Speisen aus Kartoffeln werden thematisiert, in diesem Zusammenhang viele Knödel - Gnocci-Rezepte vorgestellt. Die Desserts sind alle ein Traum, den man nicht zu oft träumen sollte, wenn man langfristig in die 28er Jeans passen möchte.


Eindeutig ist die " Wein-Sahne-Creme" ein Kuss vom Himmel! Die "Honigpfirsiche" , die " Himbeergrütze" und die " Pfeffererdbeeren" sind die heimtückischen Verführungsversuche zweier älterer Herren, die es dem Leser verdammt schwer machen hier nicht schwach zu werden. 


Ein tolles Buch!!!!














Zwischenspiel: Kleine Köstlichkeiten vor dem Hauptgericht von Hans Horberth

 Verwöhnen Sie Ihre Gäste mit einem " Kohlrabi-Schaumsüppchen mit knuspigen Jakobsmuscheln und Mumbai-Curry im 1. Gang des von Ihnen liebevoll zubereiteten Menüs. Ihre Gäste werden Sie fortan in ihr Abendgebet einschließen.:-)) 
Der Autor dieses exzellenten Kochbuchs ist der Küchenchef und gastronomische Leiter des Sternerestaurants "La Vision" im Hotel im Wasserturm in Köln. Er zählt zu den renommiertesten Köchen Deutschlands.
Seine vorgestellten einhundert "Zwischenspiele" sind fantasievolle Zwischengerichte, die Menüs auf vielschichtige Weise bereichern können. Nach Vorstellung Horberths sollten diese kleinen Gänge stets leicht sein. Deshalb verwendet er wenig Kohlenhydrate und tierische Fette. Ferner setzt er auf Kontraste wie heiß und kalt oder versucht die Kontraste auf besondere Weise zu gestalten.
Der Spitzenkoch legt natürlich sehr viel Wert auf die Qualität der Produkte, dabei sind ihm die Erzeugermärkte in seiner Umgebung sehr wichtig. Es geht ihm in erster Linie um authentische Produkte.  
Auf den ersten Seiten erfährt man Näheres über seine Einstellung zu seinem Beruf, für den man, sofern man zur Spitze zählen möchte, nach seine Vorstellung Talent, Disziplin, einen eigenen Charakter und Geschmack mitbringen sollte. 
Er selbst verfügt zudem noch über ein gerütteltes Maß an Akribie. Horberths Kochstil ist von seinen Reisen geprägt, aber auch von seiner sich wandelnden Lebenseinstellung und Erfahrung sowie seinen beruflichen Stationen beeinflusst.  
Natürlich ist es unmöglich, an dieser Stelle alle einhundert Zwischengerichte näher zu beleuchten, deshalb werde ich nur einige wenige hervorheben, damit Sie, liebe Leser, einen Eindruck davon erhalten, auf welchem Niveau die präsentierten Rezepte angesiedelt sind. 

Alle Rezepte sind sehr gut beschrieben und lassen sich problemlos nachzukochen.  
Besonders gefallen hat mir die "Austerngurke". Die Auster ruht in der Austernschale auf Gurkensalat sowie einem delikat schmeckenden Gurkenmousse und ist mit etwas Forellenkaviar und frischen Dillspitzen garniert. Ein wahrlich fürstlicher Zwischengang.  
Geschmacklich raffiniert finde ich "Eier mit gebratenen Steinpilzen, Hühnerfond und Petersilienöl". Die Eier, die für dieses Gericht verwendet werden, sind ungelegt.  
Delikat schmecken die "Flusskrebse mit jungen Erbsen und zweimal Kopfsalat", Noilly Prat verleiht diesem Gericht den letzten Kick.  
Eine feine Zwischenspeise ist auch das "Filet vom Atlantik-Heilbutt mit geröstetem Hanfsamen und Pfifferlingsnage". Der in der Nage verarbeitete Estragon verbindet das Pilzaroma auf vortreffliche Weise mit dem Heilbuttgeschmack. 
Ein Traum ist das " Kalbsbries, in Briochebröseln gebacken, mit feinem Blumenkohlsalat". Die Zubereitung dieses Gerichtes erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Die Mühe lohnt sich aber.  
Eine interessante Kreation sind auch die "Kräuter in Vinaigrette mit Gemüse En Papilote". Mich hat die Kräuterzusammenstellung zunächst etwas irritiert. Das Geschmacksresultat zeigt, dass keines der Blättchen dem anderen die Schau stiehlt, was ich zunächst vermutet hatte. Haben Sie schon mal Koriander, Kerbel und Basilikum zeitgleich gekaut? Versuchen Sie sich bitte das Geschmacksergebnis vorzustellen.  
Ein weiteres Highlight, das ich hier kurz erwähnen möchte, ist der "Gebratene Petersfisch in Trüffelschaum". Dieses Rezept ist möglicherweise eines der besten im Buch, da seine Aromen von einer differenzierten Vielfalt sind, nicht zuletzt , weil sie Erde und Wasser miteinander vermählen. 
Der "Ziegenkäse im Kartoffelmantel mit Lavendelvinaigrette" ist ein Zwischengang, der auf das Hauptgericht in einem Menü folgen, es sogar abschließen könnte, wenn man auf ein Dessert verzichten möchte.  
Für die Freunde gehobener Gaumenfreuden eine Bereicherung.




1080 Rezepte von Simone Ortega

  
"Der Weise entscheidet sich bei der Wahl der Speisen nicht für die große Masse, sondern für den Wohlgeschmack." ( Epikur),  
Vor mir liegt die 947 Seiten umfassende " Bibel der echten spanischen Küche ". Entdeckt habe ich sie in der neuen " essen& trinken " . Dort hat mich eine kleine Rezension zum Buch neugierig gemacht.
Simon und Inés Ortega stellen 1080 landestypische Rezepte vor. Die Illustrationen stammen von Javier Mariscal. Auf die sonst üblichen gestylten Food-Fotos wird verzichtet.
Der Buchdeckel verschafft bereits optisches Vergnügen und macht das Werk der Illustrationen wegen zum hübschen " Hingucker " auf dem Bücherregal.  
Die Kochrezepte sind untergliedert in:
Appetizer
Kalte Gerichte
Frittiertes, herzhafte Teigwaren, Toasts und Mousses
Saucen
Eintöpfe und Suppen
Reis, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Pasta
Gemüse und Pilze
Eier, Aufläufe und Soufflés
Fisch und Meeresfrüchte
Fleisch
Geflügel
Wild
Innereien
Desserts und Kuchen
Zudem werden delikate Menüs spanischer Sitzköche vorgestellt.  
Bei den Appetizern haben mir die beiden Rezepte für Schnecken sehr gut gefallen. Die Schnecken werden ohne ihr Haus serviert. Mir gefällt die erste Version besser, weil hier durch Serrano-Schinken, Tomaten, Knoblauch und andere feine Ingredienzien der Gaumen auf besondere Weise einen Kitzel erfährt.
Damit ein Oktopus nicht zäh wird, soll man ihn zunächst bis zu 2 Wochen einfrieren und direkt aus dem Gefrierfach ins kochende Wasser geben. " Oktopus mit Paprika " ist einfach zuzubereiten und eignet sich auch als kleiner Imbiss für zwischendurch.
Hervorheben möchte ich die " Galizisches Empanadas " bei den herzhaften Teigwaren. Hier kann man die Füllung getrost variieren. Gut schmecken Sardinen oder Klippfisch, der mit Rosinen verfeinert wird.
Sehr intensiv habe ich mich mit den Saucenrezepten auseinandergesetzt. Bemerkenswert finde ich die " Spanische Sauce ", aber auch die " Sherry-Oliven-Sauce " , die sich von anderen mediterranen Saucen, die man unter den Saucenrezepten auch findet und die sich kaum von Saucen in der Nachbarländern unterscheiden, abheben. Die "Sherry-Oliven-Sauce" schmeckt übrigens zu Kalbsbries sehr gut.
An Eintöpfen lässt sich landestypisches besonders ablesen. Die " Seemannssuppe " und die " Muschelsuppe " haben sicher schon die spanischen Seefahrer goutiert. Die Seemannsuppe mit Safran und Seeteufelfilet wird gewiss für den Kapitän und seine engsten Freunde vorbehalten gewesen sein.
Die Paellagerichte sollte man alle nachkochen, wobei mir die " Einfache Paella " von den Zutaten her am besten gefällt. Allerdings würde ich die Erbsen aus der Dose durch frische ersetzen.
Beim Gemüse finde ich die Bohnen- und Fenchelgerichte exzellent. Sehr lecker auch ist " Geschmorter Kopfsalat ", der sich als Beilage zu gedünstetem Fisch gut eignet.
Tomaten haben die Spanier einst aus der Neuen Welt mitgebracht. Kein Wunder also, dass man sie in der " Spanischen Küche " häufig verwendet.
Ein ausgezeichneter Zwischengang ist das " Tomatensorbet ", das neben Tomaten u.a. Zitrone, Basilikum und Majoran enthält.
Sehr gut sind das " Gefüllte Gemüse ", das mit Hackfleisch gefüllt wird, aber auch die Pilzgerichte, in deren Sauce Sherry nicht fehlen sollte.
Eierspeise sind bei Spaniern überaus beliebt, besonders lecker schmecken die Tortillas, die man in unterschiedlicher Rezeptur hier kennenlernt.
Die Fischgerichte nehmen einen breiten Rahmen im Buch ein. Bonito, Seebrasse, Kalamar, Seezunge, Wittlinge, Schwertisch etc. werden auf individuelle Art zubereitet und stehen in Konkurrenz zu Langusten- und Hummerspeisen, wie auch delikaten Rezepten mit Riesengarnelen.
Die Muschelgerichte eignen sich bestens für einen Sommerabend mit Freunden im Garten.
Von den vielen Fleischgerichten möchte ich das " Rindfleischragout mit Tomate und Oliven " hervorheben, in dem Weißwein und Serranoschinken für besondere Aromen sorgt. Gefallen haben mir des Weiteren besonders gut der " Kalbsbraten mit Orangen " und das " Kalbsragout mit Zitronen ", weil die Zitrusfrüchte den Süden in Erinnerung rufen.
Die Rezepte für " Gefüllte Lammkeule " und " Lammkruste in Rosmarin-Salz-Kruste " sollte man nachkochen. Es lohnt sich wirklich.
Bei den Geflügelgerichten fällt die Auswahl schwer. Das " Gefüllte andalusische Hühnchen " ist ein besonderes Highlight unter den vielen guten Rezepten und der " Kapaun mit Birnenfüllung " ein atemberaubender Festtagsbraten.
Die Kaninchengerichte sind wirklich lobenswert. Die Krönung allerdings bilden die Rezepte für Rebhühner und Schnepfen.
Etwas gewöhnungsbedürftig finde ich " Panierte Lammhoden mit Reis ", dann doch lieber " In Malaga-Wein marinierte Kalbsleber "!
Die Charlotten-Rezepte sind ideale Dessert-Rezepte für die Festtagstafel mit mehreren Personen, die " Katalanische Creme " und die " Santigo-Torte " bilden einen schönen Abschluss nach einem Paella-Abend.
Zum Schluss stellen die spanischen Spitzenköche José Andrés , Pepe Balaguer, Sam&Sam Clark, Ramón Freixa, Alberto Herráiz, José Manuel Pizarro, Joan, Jordi& Josef Roca, Carme Ruscalleda, Santi Samaria und Gerhard Schweiger jeweils ein Menue vor.
Die " Hummer-Paella " von Balaguer wird von keiner anderen Paellarezeptur im Buch übertroffen. Sie darf deshalb nur mit einer goldenen Gabel verspeist werden. Das hat sie verdient.  
Dieses Kochbuch wird die lebensbejahende Topfguckergemeinde entzücken.




Menüs für alle Sinne: Begeistern Sie Ihre Gäste mit den Rezeptideen des Sternekochs

Delikate Menüs für alle Gelegenheiten

Christian Jürgens wurde 2008 vom "Feinschmecker" zum "Koch des Jahres" ernannt. Dies ist allerdings nicht die einzige Auszeichnung, die der Spitzenkoch in den letzten Jahren erhielt. Zwei Michelinsterne und drei Hauben im Gault Millau machen ebenfalls deutlich, dass Jürgens zu den besten Köchen Deutschlands zählt.

Der Könner am Herd stellt in diesem Buch 22 Menüs mit vielen Extras vor. Diese Menüs nennt er: Easy-Menü, Frühlingsmenü, Spargelmenü, Gesund&-Fit-Menü, Ostermenü, Menü für Verliebte, Sommermenü, Überraschungsmenü, Vegetarisches Menü, Festmenü, Mediterranes Menü, Bayerisches Menü, Fischmenü, Exotik-Menü, Herbstmenü, Herzhaft mit Pfiff, Afterwork-Menü, Wintermenü, Wildmenü, Weihnachtsmenü, Silvestermenü und Menü für viele.

Die Zubereitung der Speisen wird ausführlich erklärt, die Zubereitungszeiten werden genannt, auch wird beschrieben, wie man die Speise anrichtet. Spezialtipps runden die Infos nach jedem Gericht ab. Die Rezepte des 2 Sterne-Kochs sind für jeden nachkochbar. Sie setzten keine speziellen Vorkenntnisse voraus.

Die Zusammenstellung der Menüs sind sehr harmonisch. Das gilt für sowohl für die leichten Sommermenüs als auch für die kalorienreicheren Herbst- und Wintermenüs, wie etwa: "Herzhaft mit Pfiff", bestehend aus: Vorspeise: "Obatzn mit krossem Walnussbrot und Eiszapfen-Radieserl-Salat", Hauptgang: " Meine Krautwickel", Dessert: "Birnen- Scheiterhaufen",("Eiszapfen" sind eine weiße, längliche Unterart der Radieschen, ähneln dem Aussehen jedoch dem Rettich). Die Zutaten kommen in diesem Fall aus der bayerischen Küche, analog der Zutaten des Wintermenüs.

Jürgens Weihnachtsmenü gefällt mir sehr gut: Vorspeise: "Jakobsmuscheln auf Maronenpüree", "Fasanenbrust auf Pfefferkraut" und "Lebkuchensoufflé mit Feigenragout". Zunächst war ich etwas irritiert, aufgrund der Verbindung von Maronen und Jakobsmuscheln. Da das Pürree aufgeschäumt ist, erschlägt die Maronenkonstistenz - entgegen meinen Erwartungen - das feine Aroma der Jakobsmuscheln dann doch nicht.

Ich möchte aus verschiedenen Menüs einige Speisen hervorheben, damit Sie eine Vorstellung davon haben, welche Gerichte der Meister im Buch offeriert:- aus dem " Spargelmenü" >> das "Spargelmousse mit gebratener Gänsleber", in meinen Augen die beste Vorspeise von allen - aus dem "Menü für Verliebte">> das "Leipziger Allerei mit Flusskrebsen", hier finde ich die Sauce bemerkenswert, nicht zuletzt, weil im Fischfond, Cognac, Weißwein und Noilly Prat für differenzierte Geschmacksnoten sorgen,- aus dem "Überraschungsmenü" >> das "Gebackene Vanilleeis auf marinierten Früchten", in meinen Augen das ideale Weihnachtsdessert; aus dem "Exotikmenü">> die "Süß-sauer marinerte Seezunge" und aus dem Afterwork-Menü >> die "Bruschetta mit Bresaola", die sich nicht nur als Vorspeise eignen, sondern auch ein idealer Imbiss bei einem Wein-Abend darstellen.

Mein besonderes Lob gilt dem Rezept für den "Oberbayerischen Rehrücken". Die Preiselbeer-Pfeffersauce erhält durch Portwein ihren letzten Kick.

Ein gelungenes Kochbuch, sehr inspirierend.